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Ferne Zeiten

Aus längst vergessnen Augen seh' ich fließen
Viel stillgeweinte Tränen, schwermutreich,
Aus fernen Zeiten seh' ich mich begrüßen
Von scheuen Blicken, Wangen schmerzhaft bleich.

Wagst du denn nicht, zu mir emporzuschauen
Mit deinen himmelblauen Augen, Kind?
Magst du denn nicht dein Leid mir anvertrauen,
Da wir doch beide gleich unglücklich sind?

Wie du, so konnte nur die Tugend weinen,
So treulos konnte nur die Treue sein,
So schuldig konnte nur die Unschuld scheinen,
So töricht nur ein Opfer sich entweihn!

Quelle:
Neue Liebe
Ausgewählte Gedichte - Hermann von Lingg - 1905
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

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IV. Nach dem Wechsel der Kurlinie 1547 bis 1862. .

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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A) Albertinische od. Kurfürstliche Linie, nachmals Königreich Sachsen. Moritz erwarb sich nicht allein durch Förderung der geistigen Bildung und Gründung von gelehrten Schulen Verdienste um das Land, sondern auch durch die Unterstützung des Bergbaues und Hüttenwesens; außerdem befestigte er Dresden, Leipzig und Pirna und organisirte das Heer. Ihm folgte sein Bruder August, welcher sich damals bei seinem Schwiegervater, dem König von Dänemark, aufhielt, weshalb die Landstände Anfangs die Regierung führten. Der entsetzte Kurfürst, Johann Friedrich, machte nun wieder Ansprüche auf die abgetretenen Würden und Länder, doch kam durch Vermittelung des Königs von Dänemark am 24. Febr. 1554 der Naumburger Vertrag zu Stande, durch welchen die Wittenberger Capitulation in Kraft blieb­, der Ernestinischen Linie aber Amt, Stadt und Schloß Altenburg, die Städte Schmölln und Lucka, die Ämter Sachsenburg, Herbesleben (mit Ausnahme der Stadt Tennstädt), Eisenberg, Schwarzwald, die Städte Neustadt a. d. Orla, Triptis, Pößneck und Auma, die Lehnshoheit über Arnstadt und Gleichen abgetreten und 100,000 Gulden gezahlt wurden, auch behielt Johann Friedrich den Titel geborener Kurfürst. Inzwischen hatte Preußen 10. Juli eigenmächtig einen neuen Waffenstillstand mit Dänemark geschlossen, demzufolge in Holstein die Statthalterschaft bestehen bleiben, Schleswig aber von einer dreiköpfigen Landesregierung unter dem Vorsitz eines englischen Kommissars im Namen des Königs von Dänemark regiert und im Norden von schwedischnorwegischen, im Süden von preußischen Truppen besetzt werden sollte. Dieser überließ es dem König von Dänemark, alle zur Bewältigung des Widerstandes in Schleswig-Holstein dienlichen Mittel zu gebrauchen und gestattete die Einführung einer alle Staaten der dänischen Monarchie umfassenden Erbfolgeordnung. Er sorgte rege für das Ansiedelungswesen und insbes. für die Niederlassung von Deutschen in den slawischen und magyarischen Ländern, um das deutsche Element in diesen Gebieten zu stärken. Eine große Auswahl liebevoller Wünsche zur Kommunion zum Gratulieren und für Glückwunschkarten zum Francisci-Ordens, hat es wohl angriffen, als dieser aus Gehorsam nach der Stadt Vicenz gereist, unterwegs aber ein so unerhörtes Wetter entstanden, daß der häufige Platzregen fast dem ganzen Land und Gegend daselbst den Untergang gedrohet, er aber, der gottselige Mann, unter dem freien Himmel sich befunden; damit er aber gleichwohl ein Dach habe, und nit also in das Bad komme, hat er seinen hölzernen Rosenkranz auf den Kopf gelegt, zugleich sich der übergebenedeiten Mutter Gottes befohlen, wodurch dann geschehen ist, daß er in Mitte des Platzregens von allem Wasser befreit, und nicht von einem einigen Tropfen berührt worden. […]

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Wandersmann durch Berg und Wald und Strom und Feld.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Der frohe Wandersmann, dem Gott die rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt, dem will er seine Wunder weisen in Berg und Wald und Strom und Feld. Die Trägen, die zu Hause liegen, erquicket nicht das Morgenrot, sie wissen nur von Kinderwiegen, von Sorgen, Last und Not um Brot. Die Bächlein von den Bergen springen, die Lerchen schwirren hoch vor Lust, was sollt ich nicht mit ihnen singen aus voller Kehl und frischer Brust? Den lieben Gott laß ich nur walten, der Bächlein, Lerchen, Wald und Feld und Erd und Himmel will erhalten, hat auch mein Sach aufs best bestellt! So seynd dann alle Zimmerleut dazumal auch schon so faul gewest, wie anjetzo; dieses Schiff hätte man gar wohl in Jahr und Tag können verfertigen, aber gleichwohl ist hundert Jahr daran gearbeitet worden, dann die Arbeit ist ihnen wunderbarlicher Weis' unter den Händen verschwunden, dann es wollte der allmächtige Gott, daß Noe eine so lange Zeit solle daran arbeiten, damit. sich etwann unter der Zeit die Leut möchten bekehren, so barmherzig, gutherzig und mildherzig ist Gott. Eins ist zwar vor allem wohl zu erwägen, daß Gott in gedachter Arche nur ein Fenster, und dieses ganz obenher, wodurch Noe nur den Himmel konnte anschauen, habe zugelassen; ja, was sich noch mehr zu verwundern, so hat Gott dieses Schiff, vermuthlich durch die Engel, mit Pech lassen einwendig und auswendig überziehen, damit nicht die geringste Kluft offen stünde, bituminavit circa eam Dominus ita, ut justus videre non posset generalem omnium interitum, ne compassione commotus, Deum pro suis oraret, et sic Dei potentiam preces impedirent. Item ist diese Arche erst in hundert Jahren verfertiget worden, wie es fast alle heiligen Lehrer bezeugen, erst in hundert Jahren? Item so ist die Arche auf dem Wasser und Wessen allzeit empor geschwummen, und je mehr die Wellen zugenommen und gewachsen, je höher ist die Arche gestiegen, aus welchem abzunehmen, daß die Trübsale machen, daß sich die Leut gen Himmel erheben, und bei Gott dem Allmächtigen ihre Zuflucht suchen. […]

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Ja, das weiß ich .

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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nicht so genau, vielleicht eine Stunde. Mir aber war's allmählich so unbehaglich geworden, daß ich kaum mehr hören und sehen konnte. Mein Kopf glühte mir nur so und für mein Leben gern hätte ich einmal die Kinder beiseite genommen, um ordentlich herauszufinden, wer ich denn eigentlich sei. Aber daran war nicht zu denken. Frau Phelps schwatzte und schwatzte und schwatzte wie ein Mühlrad immerzu. Auf einmal lief mir die reine Gänsehaut über den ganzen Leib. Er erwies sich als unentschlossen, zauderte, scheute immer wieder die eigene Verantwortung bei großen, selbständigen Aufgaben. Obgleich Friedrich der Große mit der Führung des Erbprinzen von Braunschweig in diesem Feldzug nicht einverstanden war, setzte er weiter auf ihn unbedingtes Vertrauen. Die vielen Briefe, die zwischen Karl Wilhelm Ferdinand und seinem berühmten Onkel dem Alten Fritz bis zu dessen Tode gewechselt wurden, zeugen von der großen Wertschätzung des großen preußischen Königs, der Karl Wilhelm Ferdinand erst Mitte Dezember 1782 zum Generalinspekteur der westfälischen Infanterie-Inspektion und nach dem Tod Salderns, am 4. April 1785 die Inspektion über die magdeburgische Infanterie übertrug. Als Ausbilder der Truppe im Frieden und als Organisator von großem Willen und Können, hatte der Herzog als Soldat sehr viel geleistet. Dabei benutzte ihn Friedrich der Große auch häufig zu diplomatischen Diensten. Diesem, seinem großen Onkel, unbedingt treu ergeben, schloß sich der Herzog dem Fürstenbund an. Nach Friedrichs des Großen Tod betrachtete man Herzog Karl Wilhelm Ferdinand allgemein als den ersten Feldherren seiner Zeit, ein Urteil, dem die Entwicklung der Dinge allerdings nicht Recht gegeben hat. Man mußte ein Schiff besteigen, noch einmal ein Schiff, noch einmal zwanzig Tage und Nächte fahren. Da sah er den rötlichen Widerschein der lebendigen amerikanischen Nacht, die sich irgendwo abspielte, und den regelmäßigen, silbernen Schatten eines Scheinwerfers, der verzweifelt am nächtlichen Himmel Gott zu suchen schien. Dazwischen lag der Ozean, dachte Mendel. Donar entzündete die Kerze in der grünen Flasche neben dem Bett und ging ans Fenster. Mendel erinnerte sich an die hellgestirnten Nächte daheim, die tiefe Bläue des weitgespannten Himmels, die sanftgewölbte Sichel des Mondes, das finstere Rauschen der Föhren im Wald, an die Stimmen der Grillen und Frösche. […]

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