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Sternenschein

Winke dir im Sternenscheine
Meine Seele Frieden zu;
Über alles lieb' ich Eine,
Und die Eine, die bist du!

Quelle:
Neue Liebe
Ausgewählte Gedichte - Hermann von Lingg - 1905
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

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Data News

In dulci jubilo Vivamus! Evoe Bacche! Cantamus in gandio! Vivas o domine Fauste! .

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Zu Leipzig in Auerbachs Keller sass einer still und trank, und in der Vorzeit Tage sein sinnender Blick versank. Zu Leipzig in Auerbachs Keller ist traun, ein rechter Ort, der alten Sagen zu denken, der Wunder verklungnem Wort. Er sass im kleinen Gewölbe, war drin der einzige Gast; ihm fiel kein leeres Geplauder, ja, keine Seele zur Last. Bald sah er in den Römer, voll ächten Burgunder klar; bald auf uralte Bilder, gedunkelt und wunderbar. Auerbachs Keller ein Überblick - Goethe weilte während seines Studiums in Leipzig oft in Auerbachs Keller. Hier sah er die beiden um 1625 entstandenen Bilder auf Holz, auf denen der Magier und Astrologe Faust mit Studenten pokuliert und auf dem anderen auf einem Weinfass zur Türe hinausreitet. Die Faustsage kannte er bereits aus Kindertagen durch das Puppenspiel vom Dr. Faust, das auf Jahrmärkten aufgeführt wurde. Mit der Szene Auerbachs Keller in Leipzig in Faust I hat er seinem Studentenlokal und der Stadt ein bleibendes literarisches Denkmal gesetzt: Mein Leipzig lob ich mir! Es ist ein klein Paris und bildet seine Leute. 1912 bis 1913 wurde Auerbachs Keller im Zuge des Abbruchs der darüberliegenden mittelalterlichen Bebauung und der Errichtung des Messehauses Mädlerpassage in großen Teilen neu gebaut und erweitert. Die Eröffnung fand am 22. Februar 1913 statt. Hierbei sind auch die beiden Figurengruppen, das Doppelstandbild Mephisto und Faust und die Gruppe der verzauberten Studenten des Bildhauers Mathieu Molitor am Eingang zum Auerbachs Keller entstanden, die in der 1899 von Traugott Noack (18651941) gegründeten Leipziger Bronzebildgießerei Noack gegossen wurden. Auerbachs Keller befindet sich in der Grimmaischen Straße 24 im Zentrum Leipzigs, nur wenige Schritte vom Markt entfernt, unter der Mädlerpassage. Der Keller teilt sich in zwei Bereiche: Die vier historischen Weinstuben (Fasskeller, Lutherzimmer, Goethezimmer und Alt-Leipzig) sowie den zusätzlich errichteten Großen Keller, der 1912 zusammen mit dem Messehaus Mädlerpassage erbaut wurde. Auerbachs Keller ist die bekannteste und zweitälteste Gaststätte Leipzigs. Seine weltweite Bekanntheit verdankt Auerbachs Keller, der schon im 16. Jahrhundert zu den beliebtesten Weinlokalen der Stadt gehörte, vor allem Johann Wolfgang von Goethe. […]

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Der Weg ist so tief, Blumen drinnen brennen.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Nun so laß uns abwärts wallen. Bebe nicht, der Weg ist so tief, ohne Licht. Manch Lied schon so entschlief; kannst Du in den Himmelsseen keine Freiheit mehr ersehen, in den fernen goldnen Sternen, die wie Blumen drinnen brennen. Keinen Frühling mehr erkennen. So will ich Dich führen auf stillen Wegen; in den Busen, wie ins Grab, dein Gebete, deine süße Rede traurig niederlegen. Blicke nieder ohne Wehe, vergehe, kehre heller wieder. In jedem Kleide werd ich wohl die Pein Des engen Erdelebens fühlen. Der Gott, der mir im Busen wohnt, Kann tief mein Innerstes erregen; Der über allen meinen Kräften thront, Er kann nach außen nichts bewegen; Und so ist mir das Dasein eine Last, Der Tod erwünscht, das Leben mir verhaßt. Entbehren sollst du! sollst entbehren! Nur mit Entsetzen wach ich morgens auf, Ich möchte bittre Tränen weinen, Den Tag zu sehn, der mir in seinem Lauf Nicht einen Wunsch erfüllen wird, nicht einen, Der selbst die Ahnung jeder Lust Mit eigensinnigem Krittel mindert, Die Schöpfung meiner regen Brust Mit tausend Lebensfratzen hindert. Auch muß ich, wenn die Nacht sich niedersenkt, Mich ängstlich auf das Lager strecken; Auch da wird keine Rast geschenkt, Mich werden wilde Träume schrecken. Das ist der ewige Gesang, Der jedem an die Ohren klingt, Den, unser ganzes Leben lang, Uns heiser jede Stunde singt. Der leichtfertige Postknecht aber wird von unsichtbaren Händen erfaßt und fortgeschleudert, so daß er besinnungslos am Boden liegen bleibt. Die Straßenbäume warfen eigentümliche, fast gespenstische Schatten. Nun fuhr er in das Dorf hinein, wo man ihn längst erwartet hatte. Jenseits des Grabens standen ruhig die Pferde mit dem Postwagen. Am andern Morgen findet er in seinen Taschen anstatt der Edelsteine und Goldstücke Lehmklumpen und kleine Feldsteine. Das Gewölbe bebt. Da geschieht plötzlich ein donnerähnlicher Krach. Der Gang endet in einem hohen und weiten Gewölbe. […]

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Keines von beidem war Eigentum.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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des berühmten Ismail Pascha und blieb seitdem herrenlos, bis ich es in Besitz nahm. Komm, ich werde dir alles zeigen! Dieser wackere Befehlshaber der Arnauten hatte jedenfalls großes Wohlgefallen an meinem Backschisch gefunden. Doch war mir sein Anerbieten sehr willkommen, da ihn seine Stellung befähigte, mir über alles Nötige die gewünschte Auskunft zu geben. Wir stiegen vor dem Hause ab und traten ein. Im Flure hockte ein altes Weib, welches Zwiebeln schälte und dabei mit thränenden Augen die abgefallenen Schalen kaute. Ihrem Aussehen nach war sie entweder die Urgroßmutter des ewigen Juden, oder die von dem Tode ganz vergessene Tante von Methusalem. Höre, meine süße Mersinah, hier bringe ich dir Männer! redete er sie in sehr liebenswürdigem Tone an. Sie konnte uns vor Thränen nicht sehen und wischte sich daher mit der Zwiebel, die sie grad in der Hand hielt, die Augen aus, so daß das Wasser sich verdoppelte. Männer? fragte sie mit einer Stimme, welche dumpf wie die Antwort eines Klopfgeistes aus dem zahnlosen Munde hervorklang. Ja, es folget ihm gemach Ein gantzes Regiment auf seinen Rücken nach. Ist das nicht wohl gethan? Was kommen euch für Possen Itzunder in den Sinn? Kaum ist ein Jahr verflossen, Da solt er mit Gewalt ein Bücher-Hase seyn, Und plagen sich zu todt mit Griechisch und Latein. Ein schöner Anschlag traun? Was ist ein Tinten-Juncker? Ein Reicher ohne Geld, ein kahler Strassen-Pruncker, Der etwa von Paris nur Titel bringt zu Hauß. Den Hut auf einem Ohr. Im Beutel eine Lauß. Vielleicht gedeyet er zu Ruten oder Stecken, Des Kadmus Halb-Gesell, die Kinder nur zu schrecken, Der niemals frölich ist, als wenn das Kirch-Spiel klingt, Das Weib den Mann beweint, und er si bona singt. Wozu hat der studirt, der schimpflich alle Morgen Vom Brauer muß das Bier, das Brodt vom Becker borgen? So lange Hering seyn, Saltz, Butter, Pech und Schmeer, Gewinnt er wohl sein Brodt ohn Bücher und Gewehr. […]

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