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O laßt uns noch den Glauben an die Herzen

Noch tagt es nicht, noch strahlt das Licht
Des schönsten Traumes durch die Dämmerungen,
Noch hat vom blühenden Granatbaum nicht
Die Nachtigall ihr letztes Lied gesungen,
Noch ist die Liebe Himmelshöh'n entstammt,
Und heilig ist im Wohllaut süßer Schmerzen
Von reiner Glut des Dichters Brust entflammt -
O laßt uns noch den Glauben an die Herzen!

Noch hat das Mißtraun, die Verleumdung nicht
Uns tödlich bis ins tiefste Mark getroffen;
Wir glauben noch das Recht der Menschenpflicht,
Wir schau'n in jeden Blick noch frei und offen,
Noch lebt kein Feind, der tückisch uns umschleicht,
Um hinterrücks uns schändlich anzuschwärzen,
Und unser Freund ist, wer die Hand uns reicht -

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Data News

Glaube, Liebe, Hoffnung und Treu.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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So schweige mir vom Himmel, daraus man Dich verstiess; doch wirst Du treu mir künden: wo liegt das Paradies? So weit ist das entlegen, dass Du mit Deines Gleichen auf Schwingen selbst des Sturmwinds, es nimmer mögt erreichen. Vier heilge Ström' umarmen das gottgeliebte Land; sie werden Glaube, Liebe, Hoffnung und Treu' genannt. Inmitten hebt die Kronen der ewge Lebensbaum; gedenkst Du dort zu wohnen, Faustus? - Ich glaub' es kaum. […]

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Die feinen Lauschlappen - Meiner Mami.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Du warst allein, ich sah durchs Schlüsselloch den kraftlosen Lichtstrahl der späten Glühbirne noch. Was stand ich doch und trat überhaupt nicht ein? Auch brannte nur, und war mir doch, es müßte sein, daß ich noch einmal deine Stirne strich und liebevoll flüsterte: Wie lieb ich dich. Die alte schlechte Angst, dir rundheraus mein Mitgefühl zu beweisen, sie quält mich rund um die Uhr neu. Nun lieg ich durch die lange Nacht und horche in das Schweigen, ob vielleicht ein lichtvolles Denkzentrum bis heute wacht. Die erste große Gedichtsammlung, die Brecht im Exil schrieb, war Lieder Gedichte Chöre. Die berühmte Aussage Adornos lässt im Angesichts dieser Erkenntnis verstehen: Ein Gedicht nach Auschwitz zu schreiben, wäre barbarisch, weil kein Danach existiert, in dem Sinne, dass der Begriff leer ist; und zu versuchen, es aufrechtzuerhalten oder zu reetablieren, wäre moralisch verwerflich, konzeptuell hinfällig, und stünde dem Ausweg einer Zukunft entgegen, die in einer neuen Geschichtsphilosophie wieder definiert werden muss, radikal neu, einziges Mittel, nicht in die Katastrophe zurückzufallen. Zur Stapelware scheint Lyrik derzeit nicht zu taugen, sie fehlt auf Bestsellerlisten, schafft es keineswegs in jede Buchhandlung und muss sich dort oft genug in abgelegenen Regalen verstecken. Ein Gedicht nach Auschwitz zu schreiben, wäre barbarisch: nach, aber nicht in der Zeit von Auschwitz. Und aktuell, während der Leipziger Buchmesse, kann man sich von dem erstaunlich breiten Angebot an Lyrik-Bänden überzeugen. Eine Poetik des Postumen wie die Celans. […]

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Der Agha lag am Boden und schnarchte laut .

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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bei offen stehendem Munde. Ich rüttelte ihn erst leise und dann stärker am Arme. Er erwachte nicht. Nun ergriff ich die Lampe und verließ die Stube, deren Thüre ich leise zumachte. Auch einen der Riegel schob ich lautlos vor, um auf keinen Fall überrascht zu werden. Ich hatte bereits vorhin achtgegeben und bemerkt, daß alle Thüren ohne Schlösser und nur mit zwei Riegeln versehen waren. Einen Schlüssel brauchte ich also nicht zu suchen. Es war mir doch ein wenig verändert zu Mute, als ich so allein draußen auf dem Gange stand, dessen Finsternis von dem kleinen Lichte der Lampe nicht durchdrungen werde konnte. Aber ich hielt mich auf alles gefaßt. Wäre ein zwingender Umstand eingetreten, so hätte ich alles gewagt, um nicht ohne den Gefangenen fortzukommen. Ich schob die Riegel zurück, öffnete und ließ die Thüre weit offen stehen, um jeden Laut vernehmen zu können, nachdem ich eingetreten war. Ja, es war ein Loch, welches ich erblickte! Ganz ohne die Vermittelung von einigen Stufen fiel der vor mir […]

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Wilde Rose in sternenloser Nacht.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Es war eine sternenlose, von Blitzen schwang're Nacht, da ist die wilde Rose zum vollen Blühn erwacht. Da kamst du still gegangen, da flogst du auf mich zu. Ich hielt dich jubelnd umfangen, du wilde Rose du! Es fiel kein Tau, kein Regen, die Donner rollten fern, es war kein Heil, kein Segen, kein Glück für uns, kein Stern. Und durch die regungslose, gewitterschwüle Luft ergoß die wilde Rose allein noch süßen Duft. […]

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