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O laßt uns noch den Glauben an die Herzen

Noch tagt es nicht, noch strahlt das Licht
Des schönsten Traumes durch die Dämmerungen,
Noch hat vom blühenden Granatbaum nicht
Die Nachtigall ihr letztes Lied gesungen,
Noch ist die Liebe Himmelshöh'n entstammt,
Und heilig ist im Wohllaut süßer Schmerzen
Von reiner Glut des Dichters Brust entflammt -
O laßt uns noch den Glauben an die Herzen!

Noch hat das Mißtraun, die Verleumdung nicht
Uns tödlich bis ins tiefste Mark getroffen;
Wir glauben noch das Recht der Menschenpflicht,
Wir schau'n in jeden Blick noch frei und offen,
Noch lebt kein Feind, der tückisch uns umschleicht,
Um hinterrücks uns schändlich anzuschwärzen,
Und unser Freund ist, wer die Hand uns reicht -

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Fabeltiere.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Basilisken und Vampire, Lindenwürm' und Ungeheu'r, Solche schlimme Fabeltiere, Die erschafft des Dichters Feu'r. Aber dich und deine Tücke, Und dein holdes Angesicht, Und die falschen frommen Blicke - Das erschafft der Dichter nicht. Quelle: Heinrich Heine Buch der Lieder Lyrisches Intermezzo Junge Leiden - 1817-1821 Buch der Lieder Hamburg 1827 www.zeno.org Wenn in der schottischen Ballade kurz berichtet wird, der kleine Vogel sei über die tobende See geflogen, so hat Sankt Oswalds Rabe auf Flug und Rückflug über das wilde Meer eine gründlich durchgeführte Reihe von Abenteuern zu bestehen, Ermattung, Hunger, Gefangenschaft bei den Meerweibern, Sturm, Versinken des Ringes in den Meeresgrund. Wendet man zuletzt von der größeren Dichtung sich zum deutschen Volksliede zurück und vergleicht man diese beiderlei Darstellungen, so zeigt sich dort in epischer Breite die Gesandtschaft des Raben als Königsboten, hier in raschem Liedesschwunge der Nachtigallflug von der Linde, und doch hat auch das kleine Lied, in seiner Weise, den Goldschmied, den Ring, die Bewirtung, die Jungfrau am Fenster und ihre Gegengabe. Karolus Magnus der weltberühmte Kaiser hat dreißig ganze Jahre einen scharfen Krieg geführt wider die Sachsen so dazumal im blinden Irthum lebten, und die Götzen angebetet, er hat auch bei Herresburg mirakuloser Weis den Sieg wider dieselben erhalten, als er den abgöttischen Tempel Hermensaul genannt, zu Boden geschleifet, und anstatt dessen dem wahren Gott einen Tempel aufgericht. Ich glaube auch, daß der Herr und Heiland dem Petro hätte keinen Verweis geben, auch ihm den entblößten Säbel ins Leder zu stecken nicht befohlen, als er ihn so heldenmüthig wollte schützen, indem er den Malchum zwischen die Ohren gehaut, ich glaube der Herr hätte solche Eifer und Guraschi vielmehr gelobt, und hervorgestrichen, wann Petrus kein Geistlicher wäre gewesen, dem weit besser anständig das Brevier als das Rapier. Streiten wider die Unglaubigen und abgesagten Erb-Feind der katholischen Kirche, Hasser und Widersacher der Ehr und Lehr Christi, ist ein sonderes wohlgefälliges Werk. […]

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Hm! und wir dachten die Neger hätten es gestohlen..

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Erst gestehe, daß du das Geld dort verstecktest in der Absicht, mich los zu werden, es später auszugraben und alles selbst zu behalten. Warte einen Augenblick, Herzog, und beantworte diese eine Frage ehrlich, ob du das Geld nicht hinthatest, und ich will dir glauben und alles zurücknehmen, was ich gesagt. Du alter Schurke, ich that's nicht, und du weißt es wohl! Höchst löblich ist es, wann man Christi Namen und Glorie auch mit dem Degen in der Hand wider die Feind der Kirche tapfer und heldenmüthig verfechtet. Künstlich genug hatte man das Pferd auf einen Oberboden gebracht und hinter Heu versteckt; jedermann bewahrte das Geheimnis. Niemand gedachte weder eigener Lasten noch des keineswegs aufgeklärten allgemeinen Geschickes: das Pferd, und der zum zweitenmal getäuschte Besitzer waren der Gegenstand der zusammengelaufenen Menge. Nun aber ward es, unter Klagen und Jammern, wieder hervorgezogen, und Betrübnis er griff die ganze Gemeinde, als der Reiter sich darauf schwang und dem Wachtmeister folgte. Das Pferd war wirklich hinein nach Sivry zu seinem vorigen Herrn gelaufen, die Freude, den vermißten Haus- und Stallgenossen wiederzusehen, sagen sie, sei in der Familie grenzenlos gewesen, allgemein die Teilnahme der Nachbarn. Nun kam er, begleitet von einem ernsten Unteroffizier, der, durch Bedrohung des ganzen Ortes, endlich die Auflösung des Rätsels fand. Jener war ein Heros der Tugend, eine wahre Mustersammlung von Tugenden; dieser lag versteckt in einer stillen Ecke und belauerte die liebe Gotteswelt. So unverbrüchlich der Steuerzahler, das Familienhaupt, der Kollege seinen Pflichten nachkam, der Quandt an sich hatte etwas von einem Revolutionär und war immer auf dem Posten, um der Weltregierung auf die Finger zu schauen, und stets besorgt, daß keinem mehr Ehre geschah, als er nach genauer Bilanz über seine Verdienste und Mängel, seine Vorzüge und Laster füglich beanspruchen durfte. Der öffentliche Quandt schien zufrieden mit seinem Los, der geheime fand sich allerorten und zu jeder Zeit zurückgesetzt, beleidigt, vor den Kopf gestoßen und in seinen vornehmsten Rechten gekränkt. […]

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Erforschungsreisen in Afrika..

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Die Luftlinie, welcher der Doctor Fergusson zu folgen gedachte, war nicht auf's Gerathewohl gewählt worden. In Bezug auf den Anfangspunkt seiner Reise hatte er tiefgehende Studien gemacht und nach reiflicher Ueberlegung beschlossen, von der Insel Zanzibar aufzusteigen. Dann verlassen sie die senkrechte Linie und biegen unter der Führung der Tuaregs westlich, in der Richtung nach Ghât ein, nicht ohne mannigfache Schwierigkeiten zu überwinden. Ihre Karawane kommt, nachdem sie vielfache Plünderungen, verschiedene Angriffe von bewaffneter Hand und tausenderlei andere Belästigungen erlitten hat, im October bei der großen Oase von Asben an. In der Provinz von Damerghu trennen sich die drei Reisenden, und Barth schlägt die Straße nach Kano ein, wo er nach langem geduldigen Ausharren und bedeutenden Geldopfern endlich anlangt. Seine in englischer und französischer Sprache abgefassten Reisebeschreibungen machten ungeheures Aufsehen. In Deutschland wurden die Entdeckungen namentlich durch seinen Begleiter auf der zweiten Reise, unsers Landsmann Reinhold Forster, bekannt. Schließlich gesellten sich zu ihnen auch Leute, welche die Gabe hatten, die neuentdeckte Inselwelt in Europa populär zu machen, wie Kotzebue und Chamisso. Besonders der letztere war es, der durch seine bekannten Dichtungen ein liebliches Phantasiegemälde nach dem andern vor dem deutschen Lesepublikum erstehen ließ. Man sprach zu der Zeit von den Südseeinseln wie von einem wiedergefundenen Paradies. Ihre zum ersten Male geschaute Naturschönheit übte einen mächtigen Zauber auf die nordischen Besucher aus. Aber auch in der Beschreibung der Eingeborenen sparte man die Lobsprüche nicht. Das heitere, glückselige Leben jener Naturkinder wurde in Deutschland und England geradezu sprichwörtlich. Man ließ sich hierin auch nicht durch die Tatsache beirren, dass Cook auf seinen späteren Reisen schon heftige Zusammenstöße mit diesen vermeintlichen Paradiesbewohnern hatte; Enttäuschungen, die sich in der Folgezeit noch häuften. Die Südsee-Schwärmerei war nun einmal Mode geworden, und immer neue Forscher und Abenteurer zogen aus, die so schnell berühmt gewordenen Inseln zu besehen. Hinter ihnen kamen unternehmende Kaufleute in immer wachsender Zahl, dann Pflanzer; endlich in der Neuzeit auch die auf Kolonialerwerb ausgehenden Vertreter der Großmächte. […]

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Befreiung.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Eine Kraft ist in mir frei geworden, die mit eisernen Ketten seit Jahrtausenden gebunden lag. Gebunden in mir. Eine Kraft, die ich mit flammender Seele erstrebt und mit brennenden Tränen erbeten habe . . . eine Kraft, nach der meine Sehnsucht durch schwarze Höhlen suchen gegangen und auf bereifte Gipfel gestiegen ist . . . eine Kraft, die mich in des Mannes Arme getrieben und auf meine verdürstenden Lippen den Schrei gelegt hat: Herr - gib! Aber die schwarzen Höhlen waren bewohnt von Schlangen und Ungetier, und auf den Bergen waren alle Kräfte tot. […]

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