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Die Wellen

Die mit mir teilen könnte mein Glück,
Die wendet sich ab und schaut zurück,
Sie schaut zurück an schön'res Gestad,
Zu rauh erscheint ihr mit mir der Pfad.

Ihr Herz ist mir fremd, es ist nicht mein,
Ich gehe bergab, ich geh' allein - -
Der Morgen ist so schön, so schön,
Es wogt in den Wellen der brausende Föhn.

Quelle:
Erste Liebe
Ausgewählte Gedichte - Hermann von Lingg - 1905
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

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Data News

Ich will!.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Hoch stand ich auf dem Dach' und sah seltsamste Morgenglut: Rings wogte über die Häuser hin ein Meer von Brand und Blut. Es brüllte die schwarzrot qualmende Schlacht; mit zornigem Knattern schossen Behelmte Feinde zu uns empor; doch es trotzten fest die Genossen Wie Felsen im schlagenden Hagelsturm; verheerende Bomben schwangen sie Und manchmal durch das Schlachtgetos' die Marseillaise sangen sie. Ihr wollust-girrendes Mordlied pfiff eine Kugel an meinem Ohr; Da bäumte sich meine Seele jäh, gleich wütiger Schlange, empor, Den Sprengball zuckte die krallende Faust nach den feindlich stürmenden Massen Und schmiß des Todes reißende Saat hinunter mit jauchzendem Hassen. Und dumpf ... Ein Rollen ... ein Peitschengeklatsch und Getrappel ... goldflirrender Schein, Von dort liegt Ihnen die Algarve zu Füßen. Ich empfehle, mit der Fähre den Grenzfluss Rio Guadina zwischen Spanien und Portugal zu überqueren. Von dort ist es nicht mehr weit nach Castro Marim. Nach dem Besuch des einheimischen Wochenmarktes empfiehlt sich die Besichtigung der Festungsanlagen. Diese wurden nach dem Rückzug der Mauren zum Schutz der iberischen Halbinsel errichtet. An der Küstenstraße reihen sich die kleinen Orte der Sandalgarve wie Perlen auf einer Schnur aneinander. Als Zielpunkt bietet sich die typisch portugiesische Kleinstadt Tavira mit dem historischen Rathaus, den kleinen Gassen und einem kleinen botanischen Garten mit herrlichem Blick über die Stadt an. Die Rückfahrt kann zügig über die Autobahn mit der Überquerung der imposanten Europabrücke erfolgen. Nach Osten hin lockt natürlich Sevilla mit seiner weltberühmten Kathedrale, der Plaza de Espana und dem maurischen Alcazar. Am Abend laden die kleinen Tapas-Bars zu einer kulinarischen Entdeckungstour durch Andalusien ein. Der Ruhesuchende Urlauber kann sich aber auch vom Hotel aus auf eine ausgiebige Strandwanderung begeben. Die Vorgelagerte Dünenlandschaft (ca. 300 Meter breit) ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen, da hier der einzige europäische Lebensraum des Chamäleons zu finden ist. Am Strand angekommen erwartet den Wanderer ein scheinbar endloser Weg durch feinsten Sand. Erst nach etwa 5 Kilometern endet der Ausflug abrupt durch den schon oben erwähnten Grenzfluss. Der Rückweg zum Hotel kann auch bequem mit dem Linienbus absolviert werden. Auch die Badefreuden im Meer kommen nicht zu kurz. […]

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Weinlese.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Alt und jung und groß und klein kommt zu Fuß und kommt zu Wagen, alles eilt, dabei zu sein, und ein Jeder will was tragen. Volle Körbe schleppt man her vor des Torkels braune Stufen, Trauben werden goldig schwer eingestampft in hohe Kufen. Groß und klein und jung und alt weiß die Freude kaum zu zügeln, alles jubelt, daß es schallt, widerhallt an allen Hügeln! Doch, o weh! Da geschieht plötzlich ein donnerähnlicher Krach. Der Mönch verschwindet und stößt Klagerufe aus. Das Gewölbe bebt. Die Erde zittert. Der leichtfertige Postknecht aber wird von unsichtbaren Händen erfaßt und fortgeschleudert, so daß er besinnungslos am Boden liegen bleibt. Als der Unvorsichtige aus seiner Ohnmacht erwachte, lag er draußen am Berge auf einem Feldrande. Jenseits des Grabens standen ruhig die Pferde mit dem Postwagen. Die Straßenbäume warfen eigentümliche, fast gespenstische Schatten. Der Postknecht raffte sich auf, in seinen Gliedern fühlte er furchtbaren Schmerz. Nur mit Müh und Not erkletterte er wieder seinen Kutschbock. Nun fuhr er in das Dorf hinein, wo man ihn längst erwartet hatte. Über das Erlebte schwieg er. Am andern Morgen findet er in seinen Taschen anstatt der Edelsteine und Goldstücke Lehmklumpen und kleine Feldsteine. So hatte der arme Postknecht durch seinen wohlgemeinten Dank das ihm winkende Glück verscherzt. Er ist seit jener Nacht noch oftmals am Kapellenberge, ein lustiges Stücklein blasend, vorübergefahren, aber den Gang zu dem im Berge verborgenen Schatze hat er nicht wieder gesehen. Mit Tempo 70 auf dem Board der Naturgewalt trotzen Ob diese Harmoniewendung als Trugschluss gelten kann, soll später noch erörtert werden. Die alte Mamsell schlug den Flügel auf und Felicitas zog sich in den Vorbau zurück Die Sonne war im Untergehen. Wie aus der Hand des Sämanns die weithin geschleuderten Körner, so fielen von dort her Streiflichter purpurn und goldig färbend auf die Wipfel des Bergwaldes und auf das blüthenbeschneite Thalgelände. Manchmal fiel ein schwerfälliger Maikäfer klatschend auf die Galerie, oder ein Schwalbenpaar schwirrte, von Elternsorgen getrieben, vorüber sonst war es still, feierlich still. Um so ergreifender schwebten die Klänge des Beethovenschen Trauermarsches heraus in den Vorbau, aber schon nach wenigen Accorden hob Felicitas erschreckt den tiefgesenkten Kopf und blickte angstvoll in das Zimmer zurück das war kein Clavierspiel mehr; ein Tongeflüster, hinsterbend und geisterhaft, schlug es doch mit der ganzen Kraft einer unabweisbaren, urplötzlich begriffenen Mahnung an das Herz des jungen Mädchens. […]

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Die Blumen.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Die Erde war so lange geizig, Da kam der Mai, und sie ward spendabel, Und alles lacht, und jauchzt, und freut sich, Ich aber bin nicht zu lachen kapabel. Die Blumen sprießen, die Glöcklein schallen, Die Vögel sprechen wie in der Fabel; Mir aber will das Gespräch nicht gefallen, Ich finde alles miserabel. Das Menschenvolk mich ennuyieret, Sogar der Freund, der sonst passabel; - Das kömmt, weil man Madame titulieret Mein süßes Liebchen, so süß und aimabel. Quelle: Heinrich Heine Buch der Lieder Lyrisches Intermezzo Junge Leiden - 1817-1821 Buch der Lieder Hamburg 1827 www.zeno.org […]

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Die Nacht verging ohne jede Störung, und .

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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am Morgen erhielten wir abermals ein Lamm, welches wie das am vorigen Abend zubereitet wurde. Dann kam der Melek herbei, um uns zum Aufbruch aufzufordern. Schon während der Nacht waren einige Gruppen der Chaldäer aufgebrochen, und so war unsere Begleitung nicht so zahlreich wie am vorigen Tage. Wir ritten vom Abhange des Gebirges in das hier sehr breite Thal des Zab hernieder. Fruchtfelder gab es hier gar nicht. Höchstens sah man in der Nähe eines einsamen Weilers ein wenig Gerste ihren Halm erheben. Der Boden ist außerordentlich fruchtbar, aber die ewige Unsicherheit benimmt den Bewohnern die Luft, eine Ernte für ihre Feinde heranzuziehen. Dagegen kamen wir an prächtigen Eichenund Walnußwäldern vorüber, die hier in einer Kraft und Frische gediehen, wie sie sonst nicht häufig anzutreffen ist. Wir hatten eine Vorund eine Nachhut und wurden von dem Haupttrupp ringsum eingeschlossen. Mir zur Rechten ritt der Bey, und zur Linken der Melek. Dieser aber sprach nur wenig; er hielt sich bei uns jedenfalls nur des Beys wegen auf, welcher ein sehr kostbarer Fang für den da jagen Kutschen und Landauer vorüber, Lastwagen schleichen träge dahin, Radfahrer und Automobilisten fliegen vorbei, Wanderer ziehen daher, und zum Abend finden sich auch einige Stammgäste aus den nächsten Dörfern auf dem Fuchse ein, um hier nach getanem Tagewerke sich zu erholen, besonders ist das an Sonn- und Festtagen der Fall. Aber auch im Winter hat der Fuchs bei Schmiedefeld seine Gäste. Selbst beim unfreundlichsten Wetter tritt noch ein Jäger mit seinem Hunde über die gastliche Schwelle, kehrt noch ein Last- oder Holzfuhrmann hier ein. Hat man dann seinen Platz neben dem dunklen Kachelofen, mit dem Blicke hinaus auf die Landstraße und hinüber nach dem Waldessaume, dann läßt es sich gemütlich hier sitzen und plaudern oder einsam seinen Gedanken nachhängen. Haben an einem Winterabend so verschiedene Gäste sich hier zusammengefunden, dann kommt es ab und zu auch vor, daß ein Alter im weißen Haare, der die früheren Zeiten noch kennengelernt hat, aus jenen vergangenen Tagen erzählt, während der Wintersturm durchs Geäst der alten Fuchslinde braust. Das klingt dann wie ein Märchen aus früheren Jahrhunderten. […]

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