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Treuegelöbnis

So soll es sein:
Ich lebe dein,
Dein Stab und deine Stütze,
Daß jederzeit
In Sturm und Streit
Dich meine Treu' beschütze.

In Streit und Schmerz
Ein treues Herz -
So sollst du stets mich kennen.
Kein fremdes Glück
Soll mein Geschick
Von deinem Lose trennen.

Gern steig' ich an
Auf rauher Bahn,
Weiß ich nur dich im Frieden.
Bei dir allein
Ist Sonnenschein
Und all mein Glück hienieden.

Quelle:
Vermischte Gedichte
Ausgewählte Gedichte - Hermann von Lingg - 1905
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

Hauptstadt von Liliput mit dem Palast des Kaisers.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Des Kaisers Palast liegt im Mittelpunkt der Stadt, wo die beiden Hauptstraßen sich kreuzen; er wird von einer zwei Fuß hohen Mauer umgeben, die zwanzig Fuß von den übrigen Gebäuden entfernt liegt. Ich hatte die Erlaubnis Seiner Majestät, über diese Mauer zu schreiten. Da der Raum zwischen ihr und dem Palast breit genug war, konnte ich mir diesen von jeder Seite leicht ansehen. Der äußere Hof ist ein Viereck von vierzig Fuß und schließt zwei andere ein. Im Innern befinden sich die königlichen Zimmer, die ich zu sehen wünschte; dies war aber sehr schwierig, denn die großen Tore, die von einem Viertel zum anderen führten, waren nur achtzehn Zoll hoch und sieben breit. In der Gegend, welche die neue Stadt genannt wird und den halben Teil der Stadt in sich faßt, sind alle Häuser so prächtig und so genau nach den Regeln der schönsten Baukunst aufgeführt, daß man diese Gebäude nicht für Häuser, sondern für einen sehr großen und sich sehr weit in die Länge erstreckenden Palast ansiehet. Es fallen einem die Reisen lange nicht so schwer, wenn man dieselben in einer nie unterbrochenen Folge fortsetzt, als wenn man solche immer wieder von neuem anfängt. Denn Turin ist die schönste Stadt unter allen, die ich jemals gesehen habe. Wie ich aber wieder gewohnt worden, zu Fuße zu gehen, so befand ich mich ebenso munter und hurtig wie vorher. Ich hielte mich zwei Tage in dieser prächtigen Stadt auf und setzte hiernächst meinen Weg weiter fort, da ich zugleich ausgeruhet und, wie ich glaubte, meinen Körper eine Erfrischung gegönnt hatte. Da man mich von diesen Gesetzen befreiet hatte, so reisete ich weiter nach Parma, Placenz und Turin, in welcher Stadt ich mich einige Tage aufhielt, nicht eben aus der Ursache, mich auszuruhen, sondern meine Neugierde zu vergnügen. Aber ich merkte, daß eben durch diese Ruhe meine Kräfte geschwächt worden. So mühsam es ist, das Feuer wieder von neuem anzuzünden, welches doch durch die beständige Bewegung auf eine sehr leichte Art kann erhalten werden, so sorgt auch ein Reisender viel besser für seine Kräfte, wenn er beständig reiset, als wenn er viele Rasttage dazwischen hält, desfalls konnte ich auch im Anfange nicht anders als sehr langsam gehen und in den ersten Tagen kaum zwo oder vier Meilen zurückelegen. Palast Kaiser Hauptstadt […]

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Himmelsmacht in dunkler Nacht.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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So zahlreich? Nun, dann sage: wo weilt, wo wohnet Ihr? Wir ruhen in Metallen, erfüllen Pflanz' und Thier, das Kleinste wie das Grösste dient uns als Unterthan; zur Wollust uns übt rastlos Zerstörung ihren Zahn. Und welches war die Ursach, das sprich mir, jenes Falles, der Unheil zeugend fortwirkt auf Dich, auf mich, auf Alles? Faustus, der Drang, sich ähnlich der Gottheit stolz zu blähn; du weisst wohl, das auch Menschen sich Gleiches unterstehn. Einst hörte er von einer besonders gefährlichen Person, welche durch ihre Schönheit und Ungewöhnlichkeit viel Unheil und selbst Blutvergießen anrichte, da ein vornehmer und grimmiger Kriegsmann ihre Türe belagere und jeden niederstrecke, der sich mit ihm in Streit einlasse. Sogleich nahm Vitalis sich vor, diese Hölle anzugreifen und zu überwinden. Er kam in Urlaub und war der Held des Viertels. Diese Worte sprach Nanna mit ganz heiserer Stimme; dann ging sie hin und weckte die Magd, die während der ganzen Unterhaltung geschlafen hatte. Sein Zorn schmerzte ihn und die Machtlosigkeit dieses Zorns. Lange Jahre hatte er wie sie alle seine Tage gelebt, von wenigen beachtet, von manchen gar nicht bemerkt. Mit einer Lanze zielte er nach mir, die doppelt so lang und so dick war wie bei dem wackersten Mann, der unter dem Zeichen der Venus ficht; der übrige Teil des Körpers hatte wieder Bocksgestalt. So groß auch der Unterschied zwischen dem jungen Lemmel und dem alten Singer war, die Juden des Viertels stellten beide in eine gewisse Nachbarschaft. Er schrieb den Namen der Sünderin nicht erst in sein Verzeichnis, sondern ging geraden Weges nach dem berüchtigten Hause und traf an der Türe richtig mit jenem Soldaten zusammen, der in Scharlach gekleidet hochmütig daherschritt und einen Wurfspieß in der Hand trug. Wohl war sie wegen ihrer Armut dieses Lebens überdrüssig, doch fand sie Trost in den mit der Nanna geführten Gesprächen. Sie setzte ihr den Korb wieder auf den Kopf und gab ihr die leere Flasche in die Hand. Das Klatschpack stört in alle Verhältniße und richtet manches Unheil an und dann schreit es, wenn ihm noch Verdienst wiederfährt. Schreiben von Spazier, dem ich die Strafe herzlich gönne. Und mehr als nur eine linke Hand hatte Mathias verloren! […]

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Anerbieten eines Friedens unter sehr günstigen Bedingungen für Liliput.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Drei Wochen nach meiner Tat langte eine feierliche Gesandtschaft von Blefuscu mit dem demütigen Anerbieten eines Friedens an. Dieser wurde auch in kurzem unter sehr günstigen Bedingungen für Liliput abgeschlossen, womit ich aber hier den Leser nicht langweilen will. Die Gesandtschaft bestand aus sechs Gesandten mit einem Gefolge von ungefähr fünfhundert Personen. Ihr Einzug war prächtig und der Größe ihres Herrn sowie der Wichtigkeit ihres Geschäftes angemessen. Als der Traktat abgeschlossen war, wobei ich ihnen mehrere bedeutende Dienste durch das Ansehen erwies, das ich mir jetzt bei Hofe erworben hatte oder wenigstens erworben zu haben schien, machten mir Ihre Exzellenzen, die durch eine private Mitteilung erfuhren, wie sehr ich ihr Freund sei, in aller Form und Etikette einen Besuch. Denn bei Chaluciut geht es um Selbstverleugnung, Strenge, praktischen Mystizismus und eine schöpferische Weigerung, sich mit unangenehmen Tatsachen abzufinden. Der Pionier setzte alle seine Kräfte für die Vision einer neuen Gesellschaft, einer neuen Nation ein. Er trachtete nicht nach persönlichen Vorteilen, sondern erfreute sich am allgemeinen Wachstum, zu dem er selbst entscheidend beigetragen hatte, dem er aber auch manchmal selbst zum Opfer fiel. Ehe man sich zivilisierteren Beschäftigungen zuwenden konnte, musste zunächst einmal das Land selbst bewohnbar gemacht werden. Man kann die Häuser auch sonst nicht als durch gewisse Merkmale und durch die Überschriften der Türen voneinander unterscheiden. Nachdem das Volk zum zweitenmal gewarnt war, ging ich durch die Stadt zum Palast mit meinen zwei Schemeln in der Hand. Alsdann schritt ich sehr bequem über das Gebäude von einem Schemel auf den andern und zog den ersten wieder zu mir herauf durch einen Stock, der mit einem Haken versehen war. Auch sah ich die Kaiserin mit den jungen Prinzen in ihren verschiedenen Wohnungen, umringt von ihren Begleitern. Aus diesen Bäumen machte ich zwei Schemel von drei Fuß Höhe, die stark genug waren, mein Gewicht zu tragen. Durch dieses Mittel gelangte ich in den inneren Hof, legte mich dort auf die Seite und hielt mein Gesicht an die Fenster des mittleren Stockwerks, welche deßhalb offen gelassen waren. Frieden Bedingung Gesandtschaft […]

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Erzählung der Reisenden.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Wenn wir auf diesem eingeweichten Boden marschiren müßten, sagte er, würden wir uns in einem ungesunden Schmutz hinschleppen. Die Hälfte unserer Lastthiere wäre seit unserer Abreise von Zanzibar bereits vor Erschöpfung gestorben. Wir sähen ohne Zweifel schon wie Gespenster aus, und eine innere Verzweiflung hätte uns ergriffen. Wir würden in unaufhörlichem Kampfe mit unsern Führern, unsern Trägern leben und ihrer zügellosen Brutalität ausgesetzt sein. Am Tage eine feuchte, unausstehliche, erdrückende Hitze! Des Nachts eine oft unerträgliche Kälte und die Stiche jener Fliegen, deren Mandibeln die dichteste Leinwand durchbohren und den geduldigsten Menschen rasend machen können. Der wilden Thiere und Völkerstämme gar nicht einmal zu gedenken! Brunnen auf der Anhöhe der Terrassenanlage befindet sich ein kleiner Venustempel, die Anhöhe hinter dem Schlafzimmertrakt ist mit einer Kaskade geschmückt und endet im sogenannten Neptun-Brunnen. Hotel Fliegerhorst Pension Brunnen in Dresden. Dieses Wasserwerk war im Jahre 1563 angelegt worden, wurde aber in Kriegszeiten von den Feinden wiederholt zerstört. Daher sah man sich im Schlosse veranlaßt, im Inneren der Burg einen Brunnen anzulegen. Aus diesem wurde nun das Trinkwasser mit Eimern geschöpft, die durch ein großes Trittrad, welches Männer durch Treten in Bewegung zu setzen hatten, hinabgelassen und wieder heraufgezogen wurden. Plattenberg-Rücken, Oberes Elster-Tal, Rauner Bach-Tal, Rauner Bergrückengebiet, Rohrbacher Riedelgebiet, Hennebach-Tal, Landwüster Bergrückengebiet, Brunnenberg-Rücken, Talkessel von Bad Elster, Wolfsberg-Rücken. Darum nannte man diesen Platz bei dem Hundestalle. Noch heute ist den älteren Bewohnern der Stadt der Name Hundezwinger bekannt, womit man die früheren Lehden im linken Röderufer, bezeichnete. […]

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