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Im Traum

Die Liebste mit lieblichem Lächeln
Hat meinen Schlummer bewacht.
O hellgestirnter Äther,
O einzig schöne Nacht!

Ich sah sich über mich neigen
Im Traum ihr holdes Gesicht,
Das sorgende, sinnende Schweigen
Erschien ihr so süße Pflicht.

Ich bin an einem Verräter,
An ihrem Kuß erwacht -
O hellgestirnter Äther,
O einzig schöne Nacht!

Quelle:
Erste Liebe
Ausgewählte Gedichte - Hermann von Lingg - 1905
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

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Data News

Schöne, wie soll mein Lied dich nennen.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Ich fragte meine Schöne: Wie soll mein Lied dich nennen? Soll dich als Dorimene, als Galathee, als Chloris, als Lesbia, als Doris, die Welt der Enkel kennen? Ach! Namen sind nur Töne: Sprach meine holde Schöne. Wähl' selbst. Du kannst mich Doris, und Galathee und Chloris, und wie du willst mich nennen; nur nenne mich die Deine. Oder der Mukisch im südöstlichen Kongobecken zieht als Scheinteufel herum, vielleicht als fortlebender Ahne gedacht, um aus den Wäldern böse, schreckhafte Geister zu vertreiben. Klobige Juju Köpfe auf Tänzern mit langen Fasernmänteln behängt, von einer genügsamen einfachen Plastik geben fremdartigem Ahnendienst stilschaffende Nahrung. Die fröhliche, maskenhafte Erstarrung in voluminöse Tierköpfe, etwa bei den Tschamba und Jukum, wo Büffel- oder Alligatorenmasken, totemistischmanistisch in Tiefen mahnen, bei Ernte, Beschneidung und Leichenfest, ihre bunte Mystik demonstrieren, kontrastiert mit der aus Blut geborenen herben Strenge der Aufsatzmasken vom Cross-River, wo hartgeschnitzte Negerköpfe mit Antilopenhaut, vielleicht früher sogar mit Sklavenhaut überzogen, den Kopf des Trägers überkrönen. Die hohe Kunst der Plattnerei und Rüstungsschmiede im Spätmittelalter und der Renaissance hatte zum Ziel dem Träger den besten Kompromiß von Körperschutz, Gewicht, Bewegungsfreiheit und Einsatzdauer zu bieten. Die Brustplatte wurde bei größerer Materialstärke gewölbter und mußte immer mehr den Beschuß aus Feuerwaffen standhalten. Die Qualität der Harnische reichte von der Massenproduktion für einfache Fußsoldaten bis hin zu maßgeschneiderten aufwendig verzierten Einzelstücken, die einen hohen Repräsentations- und Prestigewert für den Besitzer hatten. […]

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Tautropfen.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Viel wilde Rosen erblühn und glühn und glühn und verwelken am Hage - und der Wald ist duftig, der Wald ist grün am leuchtenden Julitage . . . . . Vom Meer herauf die Sonne grüßt, Tautropfen am Riedgras beben: - - wir haben uns kaum Willkommen geküßt und sollen uns Abschied geben! Ich glaube, daß ein Grashalm nicht geringer ist als ein Tageslauf der Gestirne; Und die Ameise ist ebenso vollkommen, ein Sandkorn und des Zaunkönigs Ei. Und die Baumkröte ist ein Meisterstück vor dem Auge des Allerhöchsten; Und die Brombeerranken könnten die Hallen des Himmels schmücken; Und das schmälste Gelenkband meiner Hand verspottet jede Maschinerie; Und die mit gesenktem Haupt kauende Kuh übertrifft jedes Bildwerk; Und eine Maus ist Wunders genug, um Sextillionen von Ungläubigen wanken zu machen. Ich finde, mein Körper enthält Gneis, Kohlen, langfasriges Moos, Früchte, Ähren, eßbare Wurzeln. Und ich bin über und über mit einer Stukkatur von Vierfüßlern und Vögeln bedeckt; Und ich habe aus guten Gründen zurückgelassen, was hinter mir liegt, Kann aber jegliches, wenn ich es wünsche, wieder zurückrufen. Vergebens Eile und Scheu, Vergebens sendet das Plutonische Gestirn seine alte Glut meinem Nahen entgegen; Vergebens zieht sich das Mastodon hinter seine eigenen, staubgewordenen Knochen zurück, Vergebens stehen die Gegenstände meilenweit voneinander ab und nehmen mannigfaltige Gestalten an, Vergebens senkt der Ozean sich in Höhlen und lauern die großen Ungeheuer in der Tiefe, Vergebens ist der Bussard im Firmament zu Hause, Vergebens gleitet die Schlange zwischen Schlingpflanzen und Holzklötzen, Vergebens strebt der Elch in die innersten Gründe der Wälder, Vergebens segelt der Scheermesserschnäbler fern gegen Nord nach Labrador, Schnell bin ich hinterher; ich steige nach, hinauf zum Nest in der Felsenritze. Und natürlich beinhaltete der Zwang zur Spontanität immer die Möglichkeit, dass sich ein Rapper verhaspelte oder mangels guter spontaner Einfälle in schlechte Standardreime à la Haus/Maus verfiel. Inzwischen gibt es aber immer weniger Rapper, die sich dieser Situation aussetzen wollen und es haben sich andere Formen des Battles etabliert. […]

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Die Gewässer des Sees selbst erschienen süß,.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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klar, aber von dunkler Färbung, und gewisse kreisförmige Wellenbewegungen, die sich vielfach kreuzten, verriethen, daß jene sehr fischreich sein würden. Nach Osten zu glänzte da und dort das Meer durch einzelne Lichtungen in dem grünen Vorhange hindurch. Im Norden beschrieb das Seeufer eine weite concave Linie, welche mit dem scharfen Winkel am anderen Ende auffallend contrastirte. Zahlreiche Wasservögel bevölkerten diesen kleinen Ontario-See, in dem freilich nur ein einzelner Felsen, der einige hundert Fuß vom südlichen Ufer über das Wasser emporragte, die "Tausend Inseln" seines amerikanischen Namensvetters darstellte. Dort lebten mehrere Paare Taucherkönige, welche, ernst und unbeweglich auf einem Steine sitzend, den vorüber ziehenden Fischen auflauerten, sich dann plötzlich erhoben, mit einem gellenden Pfiff untertauchten und, ihre Beute im Schnabel, wieder an der Oberfläche erschienen. An dem Ufer und auf jenem Eilande wackelten wilde Enten umher, stolzirten Pelikane, Wasserhühner, Rothschnäbel, Philedons mit einer pinselartigen Zunge, und einige jener wundervollen Lyravögel, deren Schwanz in Form der Bögen einer Leier aufsteigt. […]

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