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Auf dem Vesuv

Wir hatten uns am Kraterrand
Die Fackeln angezündet
Und schwangen nun in unsrer Hand
Die Glut vom Feuerherde,
Der aus dem Grund der Erde
In Flammen sich entschlündet.

Ich ließ voraus den Führer gehn
Und blieb in Nacht und Stille
Allein noch bei den Felsen stehn,
Nur über mir die Sterne,
Nur tief aus dunkler Ferne
Der Nachtgesang der Grille.

Nur hie und da ein Meteor
Stieg aus den Kratertiefen
Ins schweigende Azur empor
Und zeigte mir die Spuren
Erloschner Lavafluren,
Die ringsum lautlos schliefen.

Welch ungeheures Totenreich!
Und außer mir kein Leben,
Kein Leben fühlt' ich, und zugleich
Fühlt' ich ein tödlich Trauern,
Ein namenloses Schauern
Mein einsam Herz durchbeben.

Ich sah in dieser dunkeln Kraft,
Die ewig gärt und nimmer
Trotz aller Gluten Segen schafft,
Das Abbild eines Strebens,
Das groß ist, doch vergebens,
Das schön ist, doch nur Schimmer.

Unendlich einsam fühlt' ich mich;
Mir war's, als ob der warme
Aus meiner Brust der Odem wich',
Als sänk' ich schon den kalten
Planetischen Gewalten
Versteinert in die Arme.

Und eine Sehnsucht ging mich an
Nach oft geschmähten Banden;
Mich zog's nach allem Weh und Wahn
Des Erdenlebens wieder.
Erhöhter stieg ich nieder,
Als oben ich gestanden.

Wie leuchtete das Licht so schön
Aus den gestirnten Fluren
Auf Buchten, Haine, Rebenhöh'n
Durchs Dunkel der Kastanien!
Die Nacht lag auf Campanien
Und auf dem Meer azuren.

Quelle:
Reiseblätter
Ausgewählte Gedichte - Hermann von Lingg - 1854
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

 

 


Data News

Opfertod des Heiligen. Wir kehrten zurück.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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von dem Besuche des Häuptlings der Kurden. Als wir auf der letzten Höhe ankamen und das Thal der Teufelsanbeter überblicken konnten, bemerkten wir ganz in der Nähe des Hauses, welches dem Bey gehörte, einen ungeheuern Haufen von Reisholz, der von einer Anzahl von Dschesidi immer noch vergrößert wurde. Pir Kamek stand dabei und warf von Zeit zu Zeit ein Stück Erdharz hinein. Das ist sein Opferhaufen, meinte Ali Bey. Was wird er opfern? Ich weiß es nicht. Vielleicht ein Tier? Nur bei den Heiden werden Tiere verbrannt. Dann vielleicht Früchte? Die Dschesidi verbrennen weder Tiere noch Früchte. Der Pir hat mir nicht gesagt, was er verbrennen wird, aber er ist ein großer Heiliger, und was er thut, wird keine Sünde sein. Noch immer ertönten von der gegenüberliegenden Höhe die Salven der ankommenden Pilger, und noch immer wurde denselben im Thale geantwortet: und doch bemerkte ich, als wir unten ankamen, daß dieses Thal kaum noch mehr Menschen zu fassen vermöge. Wir übergaben unsere Tiere und gingen nach. In Passau wirkt es, als sei ihm bald danach. Es ist ein klein Paris und bildet seine Leute. Diese Funktion übte er bis zu seinem Tode aus. Er thront auf dem 72 m hohen Bakenberg im Dornbusch. Im ausgehenden 17. Tag für Tag für Tag, ohne sich zu bewegen. Gängige Größen sind 3.000 bis 10.000 Kubikmeter. Heute sollen etwa 60.000 Kurden im Libanon leben. Jetzt könnte es so schön sein, so sonnig, so heiß. Jahrhundert kam ein Blaufärber aus der Lausitz in Sachsen auf die Idee, in Anlehnung an das damals in Mode gekommmene Chinaporzellan, den Reservedruck mit der Färbung mit Indigo zu kombinieren.Man nimmt ziemlich sicher an, dass die Herstellung des Blaudrucks ihren Ursprung in Indien hat, auch in China, Japan und Afrika ist die Technik bekannt. Strauß wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Er lacht und hat Spaß in seinem neuen Kanu. […]

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Man begreift leicht den Schmerz Nab.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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und der klebrigen, welche sich dem unerschrockenen Cyrus Smith so innig angeschlossen hatten, jetzt, da es unmöglich schien, ihm Hilfe zu bringen. Entweder hatte der Ingenieur sich jetzt schon allein gerettet und eine Zuflucht auf der Küste gefunden, oder er war für immer verloren!- Wenn er aber dort wäre! erwiderte Nab und zeigte nach dem Oceane, dessen furchtbarer Wellenschaum durch das Dunkel schimmerte.- Nun wohl, rufen wir ihn nochmals!" […]

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Ansprache des Königs.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Eine Ansprache des Königs vom 6. März verhieß die Eröffnung des Landtags bis spätestens zu Anfang Mai, und bei dem fortwährenden Drängen auf Entlassung des ganzen Ministeriums wurde der Landtag bereits auf den 30. März einberufen. Indessen waren bedeutende Militärkräfte um Leipzig zusammengezogen und auch preußische Truppen in der Nähe von Leipzig an der Grenze aufgestellt worden. Der Vertrauensmann am Bundestage wurde im Sinne der Herstellung eines Bundesstaates auf volksthümlicher Grundlage mit einem von verantwortlichen Ministern umgebenen Oberhaupte, einem Parlament von zwei Häusern und einem Reichsgericht instruirt. Dem stockenden Verkehr wurde durch öffentliche Arbeiten, durch Vorschußleistung von 300,000 Thalern auf Waaren etc. aufzuhelfen gesucht und zugleich zur Unterstützung der erschöpften Staatskassen (schon wenige Monate nach der Revolution war ein Kassenbestand von 10 Mill. neben der laufenden und vorauserhobenen Steuer verbraucht worden) die Erhebung einer Einkommensteuer vorbereitet. […]

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lief mit Windeseile davon.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Nicht einmal mit der Feuerzange getraute sie sich eine anzufassen. Und wenn sie sich nachts im Bett umdrehte und zufällig ein solch armes, unschuldiges Tierchen berührte, schlug sie ein Geheul auf, als ob das Haus in Flammen stünde. Ihren alten Mann regte sie so auf mit der Sache, daß er einmal sagte, er müsse fast wünschen, der Herr habe die Schlangen zu erschaffen vergessen, durch sie sei schon so viel Unheil in die Welt gekommen. Was er damit meinte, weiß ich nicht; vielleicht hatte ihm Tom doch einmal von Jim und der Klapperschlange ausgeplaudert. Ja, nachdem schon eine ganze Woche lang die letzte Schlange spurlos aus dem Hause verschwunden war, hatte Tante Sally die Angst vor denselben noch nicht verloren, noch nicht halb verloren. Wenn sie so still dasaß und an nichts dachte, brauchte man sie nur mit einer Feder auf den Hals zu tippen und sie fuhr erschrocken herum und beinahe aus ihrer Haut heraus. Es war zu komisch! Diese Antwort ist so ziemlich das Beste, was vom letzten auf die Nachwelt gekommen ist. Von dem Augenblick an aber, wo die Dinge einen Charakter annahmen, daß er seine Person von dem Namen Zieten nicht mehr trennen konnte, wurde er auf kurz oder lang ein wirklicher Zieten. Er war nicht adlig, aber gelegentlich aristokratisch. Dies Aristokratische, wenn geglüht in leidenschaftlicher Erregung, konnte momentan zu wahrem Adel werden, aber solche Momente weist sein Leben in nur spärlicher Anzahl auf. Sein bestes war die Liebe und Verehrung, mit der er ein halbes Jahrhundert lang die Schleppe seines Vaters trug. In diesem Dienste verstieg sich sein Herz bis zum Poetischen in Gefühl und Ausdruck, wofür nur ein Beispiel hier sprechen mag. Auf dem mit Rasen überdeckten Kirchenplatz, etwa hundert Schritte vom Grab entfernt, erhebt sich ein hoher, spitzter Stein mit einer eingelegten Platte. […]

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Gute Nacht Blumengarten im Dunkeln.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Doña Clara! Doña Clara! Ja, ich schwör es, ja, ich komme! Will mit dir den Reihen tanzen; – Gute Nacht, ich komme morgen. Gute Nacht! – Das Fenster klirrte. Seufzend stand Ramiro unten, Stand noch lange wie versteinert; Endlich schwand er fort im Dunkeln. – bunter-Blumengarten- bunter Blumengarten Endlich auch, nach langem Ringen, Muß die Nacht dem Tage weichen; Wie ein bunter Blumengarten Liegt Toledo ausgebreitet. Blumengarten Vor- und Nachteile des Palais befindet sich im Großen Garten, ungefähr zwei Kilometer südöstlich der Inneren Altstadt. Es steht im Zentrum der etwa zwei Quadratkilometer großen Parkanlage, deren Dominante es ist. Hierbei befindet es sich im Schnittpunkt zweier rechtwinkliger Sichtachsen, der Haupt- und der Querallee. In einem Umkreis von etwa 500 Metern liegen nur wenige, weitaus kleinere Gebäude. Südöstlich benachbart befindet sich der Palaisteich mit seiner Fontäne, die Nordwestseite wird von einem Blumengarten gesäumt. Noch einmal glühten die herrlichen Gebilde des Glasgemäldes auf, dann verschwanden sie hinter dem unerbittlichen, grauen Fensterladen. Währenddem schloß Sauer die Fensterläden; der alte Junggeselle nahm in beinahe hastiger Weise zuerst das südliche Eckfenster in Angriff, wobei er mit einem scheuen Rückblick nach Lilli etwas von sündhaftem Spectakel murmelte. Die Hofräthin richtete sich streng nach der heiseren Stimme der alten Mahnerin, mit dem letzten Schlag erhob sie sich und führte Lilli nach der Gaststube, wo sie ihr mit einem Kuß auf die Stirn gute Nacht sagte. Musik: Die Klavierbegleitung wird von zwei rhythmischen Elementen geprägt: einmal der synkopischen Halben auf dem zweiten Schlag in der linken Hand und einmal durch die viertelbetonte rechte Hand, die oft auf dem zweiten Schlag zwei Achtel hat. Durch die starke Viertelorientierung kann wie bei Gute Nacht von einem Gehlied gesprochen werden. Lilli wagte nicht, diese Frage laut werden zu lassen, sie wollte heute nicht mehr an die Seelenwunde der Tante rühren. Vorangetrieben wird das Lied auch durch die oft auftretende Dominante auf dem vierten Schlag. Die oft staccatierten Viertel symbolisieren die Tränen des lyrischen Ichs. Der plötzliche Forte-Ausbruch am Ende, den ganzen Winters nur Eis, verdeutlicht den aufgewühlten Zustand des lyrischen Ichs, welcher noch oft vor allem musikalisch thematisiert wird. […]

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