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Herbstabend

Durch die halbentlaubten Bäume
Glimmt der Mond, und still umflicht
Siegreich die verlassnen Räume
Seiner Trauer falbes Licht.
So />So dem Blick der Schwermut offen
Liegt des Menschen Los erhellt,
Wenn vom ersten Frost betroffen
Unsres Lebens Schmuck zerfällt.

Tausende schon längst Begrabner
Fühlten, duldeten wie du.
Denk es, und du gehst erhabner,
Deinem Ziel entschlossner zu!
Flammt doch deine Lebenswelle
Über der Erloschnen Tag,
Wie des Fackelträgers Helle
Über einem Sarkophag.

Quelle:
Jahreszeiten
Ausgewählte Gedichte - Hermann von Lingg - 1905
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH
 

Data News

Seele Feuer Schatten Versöhnung Stunden.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Hast du niemals noch begleitet Einen Menschen, müd' und bleich, Über den schon ausgebreitet Sein Gespinnst das Schattenreich? Hast du nie den Puls empfunden, Der dem Tod entgegenschlägt, Bangend nie gezählt die Stunden, Die ein Leben noch erträgt? Jedes Wort, wie wird es teuer, Das so sanft und unbewußt Und im letzten Seelenfeuer Ausspricht die gequälte Brust! Die metaphysische Dichtung grenzte sich ab,sie wirkten dort auch als Vermittler der deutschen Romantik. In welcher Sprache träumt, denkt, schreibt, flucht, zählt man, wurde sie einmal gefragt. Im Rahmen eines Stipendiums ihres Mannes Oleg Jurjew lebte Olga Martynova mit dem gemeinsamen Sohn ein Jahr lang auf Schloss Solitude. Die starke Wirkung Chaucers zeigte sich besonders in der hohen Zahl seiner Nachahmer, zu denen u. Zu den Rezitatoren gehörte der Schauspieler und Musiker Manfred Krug. a. Jahrhundert von der starren Sonettdichtung der englischen Renaissance ab. Die Cavalier poets Ben Jonson, Richard Lovelace und Edmund Waller nahmen sich weltlicher Themen an. Hauptthema der Dichtung vor bzw. bis Mohammed war die Suche des liebenden (und deshalb umherirrenden) Dichters nach der verlorenen Geliebten. Im späten 18. Jahrhundert überwanden Thomas Gray und Robert Burns die Auswirkungen der Restauration, deren Dichtung sich hauptsächlich auf die Übersetzung lateinischer Klassiker beschränkte, und besonders der spätere Nationaldichter Schottlands Burns ebnete den Weg zur englischen Romantik. Schon mit drei Jahren, so berichtete die Ingeborg Bachmann-Preisträgerin in Calwe habe sie zu dichten begonnen. Die Romantik repräsentieren die Dichter William Blake, William Wordsworth, Samuel Taylor Coleridge, Percy Bysshe Shelley, Lord Byron und John Keats. So können Prosatexte beispielsweise durch rhetorische Figuren oder rhythmische Satzschlüsse oder auch durch eine der Gedankenentwicklung entsprechende, logische Eurythmie (W. v. Bildgewaltige Sätze wie ihr Herz stand ihr in der Kehle und versperrte den Atem illustrieren Martynovas meisterhafte Arbeit. Selbst der schottische König James I. verfasste Gedichte im Stil Chaucers. Zur viktorianischen Epoche werden Alfred Tennyson und Robert Browning gezählt. Hauptvertreter des Symbolismus war der Ire William Butler Yeats, aber auch spätere Dichter der Moderne wie der Waliser Dylan Thomas können teilweise zu dieser Richtung gerechnet werden. Wirf einen Blick auf Dinge, die Dich interessieren und bleibe stets auf dem Laufenden. […]

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Des Baches Welle funkelt.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Ach! ihr güldenen Dukaten Schwimmt nicht in des Baches Well', Funkelt nicht auf grüner Au, Schwebet nicht in Lüften blau, Lächelt nicht am Himmel hell – Meine Manichäer, traun! Halten euch in ihren Klaun. Quelle: Heinrich Heine Lieder Romanzen Junge Leiden - 1817-1821 Buch der Lieder Hamburg 1827 www.zeno.org Himmel, wo Feuer ist, da ist auch Wind; der erhub sich sehr stark u. trieb von der Kirche übers Schloß. Da fing auch der Siebenspitzige Turm mit an, u. das Feuer drang aus demselben in den Lederboden, wo Holz und brennende Materie genug war. In drei Stunden war alles getan. Von allen kurfürstlichen Gebäuden unter der Schösserei u. im Hahnewalde, die nach Beschaffenheit derselben Zeit schön waren, wurden Aschehaufen. Von der Stadt aber, in- u. außerhalb der Ringmauer, blieb nichts übrig, als das Crucifix auf dem Kirchhofe, so Gott auch diesmal erhalten, ferner des Wildpretwärters Haus am Kurfürstlichen Tiergarten, die kleine Begräbniskirche u. dazu noch eine niedrige Hütte am Altstädter Wege. Der Feind, welcher gute Beute gemacht u. unter anderem 186 Stück Pferde u. Vieh mitgenommen, sahe von ferne zu u. dachte, das ganze Schloß würde daraufgehen u. die Leute in demselben entweder verderben oder herausfallen müssen. Aber was die Gottlosen gerne wollten, ist verdorben und verloren. Das Gebet derer, die im freien Felde herumgejagt, in Sträuchern beschädigt u. ausgeplündert oder sonst in Ängsten waren, drang durch die Wolken zum himmlischen Vater. Gott erhörte das Seufzen u. Weinen derer, die in der Burgkapelle auf den Knieen lagen u. die Hände emporhoben. Er ließ wohlgeraten die Arbeit der munteren Weiber, die aus dem tiefen Brunnen (denn das Röhrwasser der künstlichen Wasserleitung hatten die Feinde zerstört und abgeschnitten) Wasser zum Löschen trugen, u. der Männer, die Wasser ins Feuer gossen. Ja, er selbst half löschen u. gab vom Himmel einen gnädigen Regen. Und so ward die Flamme gedämpft, das Herz des Schlosses erhalten, u. obwohl in der Stadt einige verwundet u. getötet, desgleichen vom Feuer ergriffen u. vom Rauche erstickt worden waren, so ist doch auf dem Schlosse keiner Person Leid widerfahren. […]

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