suchen und finden

website support ....

Nachtigall

Komm, Nachtigall, schwing dich hernieder
Zum Garten im blühenden Hag,
Komm, liebliche Sängerin, wieder,
Sing deine melodischen Lieder
Hinüber dem scheidenden Tag.

Noch schweigst du, was willst du verschweigen?
Die Fülle so sehnlicher Qual?
So lange nicht willst du dich zeigen,
So lang nicht in blühenden Zweigen
Das Mondlicht leuchtet im Tal.

Von heiligen Strahlen umfangen,
In glühenden Wonnen erwacht,
Lobsingst du mit süßem Erbangen
Das schüchterne Liebesverlangen,
Du himmlische Stimme der Nacht.

Quelle:
Jahreszeiten
Ausgewählte Gedichte - - Hermann von Lingg - 1905
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

 

Data News

Silberblick mit fröhlichem Glückauf.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

^ Heil, wem solch innrer Reichthum ersetzt das äussre Glück! In Schmerzennächten strahlt ihm des Trostes Silberblick. Ihm quillt die Freudenzähre vom Herzen warm herauf, Ein Steiger aus der Teufe mit fröhlichem Glückauf! Und will ihn Gram umnachten, umtosen Sturmgebrüll, Birgt er sich in die Schachten des reinen Innern still, Lässt droben Wogen tosen, so wie die Meerfei thut, Die süss auf blühnden Rosen tief im Krystallschloss ruht. Man schrieb das 12. Jahrhundert nach Christi Geburt, die Zeit des sogenannten Hohen Mittelalters. In der Gegend um Paris entstanden die ersten gotischen Kathedralen, der Papst hatte zum Kampf gegen die Muselmanen aufgerufen, die das Heilige Land bedrohten, und Richard Löwenherz, der spätere König von England, verbrachte noch seine Jugend in Poitiers, am Hofe seiner Mutter Eleonore von Aquitanien. Das Rittertum mit seinen Schwertkämpfen und prachtvollen Turnieren, mit entsagungsvollem Minnedienst und derbem Liebesverlangen stand in voller Blüte. Reichtum. Ich habe selbst das größte, das damals noch gegraben worden war, 1733 auf den Alpen betrachtet. Es war 695 Pfund schwer. Seit diesem Stück hat man oben im Wallis ein noch größeres und bis auf zwölf Zentner wiegendes Stück Kristall gefunden. Die keine Zeit versehrt und nie der Winter raubt. Im nie erhellten Grund von unterirdschen Grüften Wölbt sich der feuchte Ton mit funkelndem Kristall, Der schimmernde Kristall sproßt aus der Felsen Klüften, Blitzt durch die düstre Luft und strahlet überall. O Reichtum der Natur! verkriecht euch, welsche Zwerge:Siehe die Beschreibung einer Kristall-Grube in des Herrn Sulzers Alpen-Reise. Ich vergleiche diese vortrefflichen Stücke mit den 40- und 50pfündigen, die zu den Zeiten des Augustus gefunden, als eine ungemeine Seltenheit angesehen und deswegen von diesem klugen Kaiser in die Tempel der Götter geschenkt worden sind. Europens Diamant blüht hier und wächst zum Berge! Kristall-Blüte heißt man allerlei Anschüsse, die um die Kristall-Gruben gemein sind. […]

Read more…

Mein Herz verblutet.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

O süßes Frätzchen, wundersüßes Mädchen! Wie konnte mich dein klares Äuglein täuschen? Wie konnt dein Pfötchen mir das Herz zerfleischen? O meines Kätzchens wunderzartes Pfötchen! Könnt ich dich an die glühenden Lippen pressen, Und könnt mein Herz verbluten unterdessen! Quelle: Heinrich Heine Lieder Sonette Junge Leiden - 1817-1821 Buch der Lieder Hamburg 1827 www.zeno.org Mein Herz raste, als wolle es den Roadrunner besiegen. Dann bewegte sich Mimi. Das stellte ich aber fest, nachdem ich die Augen wieder geöffnet hatte. Ich streckte die Hand nach seinem Bauch aus, aber ließ sein Gesicht nicht aus den Augen. Griesgram erneut und wieder erstarrte ich. Er wachte nicht auf, Glück gehabt. Ich legte seinen Arm also vorsichtig an die Lehne der Couch, sodass ich den Rest der Decke entfernen konnte. Oder er von dem pochen aufwacht. Nur seine Beine waren jetzt noch von dem bisschen Stoff bedeckt. Die Hitze in mir ließ jetzt den letzten Gedanken an Schnee schmelzen. Ich konnte sogar den Rand seiner engen Boxershorts erkennen. Beinahe glaubte ich, dass es platzen würde. Doch er tat es nicht, änderte nur seine Position ein wenig, indem er die Couch runter rutschte. Erleichtert atmete ich auf. Vor lauter Aufregung hielt ich sogar den Atem an. Meine Augen schlossen sich wie von allein. Falls er jetzt aufwachen sollte, konnte ich immer noch behaupten das ich ihn nur wieder zudecken wollte. Das Herz schlug ihm heftig. Gewiss war der junge Mensch noch nie in seinem Leben so erregt gewesen. Bald nachher knisterte auch das Holz und loderte, unterstützt durch das kräftige Anblasen des Seemanns, lustig durch die Finsternis empor. Entschlossen strich Harbert mit dem Hölzchen schnell über den Kiesel. Langsam wendete Jener das Hölzchen, um es weiter anbrennen zu lassen, und hielt es dann unter das Papierbäuschchen. Als Prometheus das Feuer vom Himmel stahl, konnte er nicht ängstlicher ergriffen sein. Mit leisem Knistern schlug eine bläuliche Flamme auf, die einen scharfen Rauch verbreitete. Dieses fing Feuer, und in wenigen Augenblicken standen die dürren Moose und Blätter in Flammen. […]

Read more…

Jetzt vermochten sie sich doch zu hören,.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

einander zu antworten, und als der junge Mann Cyrus Smith's Namen aussprach, bellte Top voll Freuden, so als wolle er sagen, daß sein Herr gerettet sei. Nachdem sie an der steil abfallenden Mauer des Oberlandes, vor deren Nähe sie sich weislich gehütet hatten, vorüber waren, blieben die drei nächtlichen Wanderer stehen, um Athem zu schöpfen. Die Felsenwand schützte sie jetzt einigermaßen vor dem Winde, so daß sie sich von diesem einviertelstündigen Gange, oder besser, von diesem Dauerlaufe, erholen konnten. Mauerabdeckungen Naturstein, Granit, Sandstein, von der Stadt aber, in- u. außerhalb der Ringmauer, blieb nichts übrig, als das Crucifix auf dem Kirchhofe, so Gott auch diesmal erhalten, ferner des Wildpretwärters Haus am Kurfürstlichen Tiergarten, die kleine Begräbniskirche u. dazu noch eine niedrige Hütte am Altstädter Wege. Der Feind, welcher gute Beute gemacht u. unter anderem 186 Stück Pferde u. Vieh mitgenommen, sahe von ferne zu u. dachte, das ganze Schloß würde daraufgehen u. die Leute in demselben entweder verderben oder herausfallen müssen. Aber was die Gottlosen gerne wollten, ist verdorben und verloren. Das Gebet derer, die im freien Felde herumgejagt, in Sträuchern beschädigt u. ausgeplündert oder sonst in Ängsten waren, drang durch die Wolken zum himmlischen Vater. Gott erhörte das Seufzen u. Weinen derer, die in der Burgkapelle auf den Knieen lagen u. die Hände emporhoben. Er ließ wohlgeraten die Arbeit der munteren Weiber, die aus dem tiefen Brunnen (denn das Röhrwasser der künstlichen Wasserleitung hatten die Feinde zerstört und abgeschnitten) Wasser zum Löschen trugen, u. der Männer, die Wasser ins Feuer gossen. Ja, er selbst half löschen u. gab vom Himmel einen gnädigen Regen. Und so ward die Flamme gedämpft, das Herz des Schlosses erhalten, u. obwohl in der Stadt einige verwundet u. getötet, desgleichen vom Feuer ergriffen u. vom Rauche erstickt worden waren, so ist doch auf dem Schlosse keiner Person Leid widerfahren. Was war es aber für ein schrecklicher Anblick, da der Feind sich unsichtbar gemacht u. die verarmten Leute vom Schlosse u. von den Feldern auf den Brandstätten zusammenkamen! Nichts war jammernswerter, als der Anblick so vieler Leichen u. der Verlust an Eltern, Ehegatten u. allernächsten Freunden. Unzählige Thränen flossen aus den Augen aller, u. wer noch des andern Tages sich auf den Gassen umsehen wollte, konnte mit unbedeckten Füßen auf dem erhitzten Pflaster nicht fortkommen. […]

Read more…