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Weinlese

Winzer, schwerbeladne, schütten
Ihre Trauben aus den Bütten,
Und wir stampfen tüchtig ein;
Auch ein ein Bienchen, mitgefangen,
Das am süßen Saft gehangen,
Wird mit eingestampft zum Wein.

Daß kein Beerchen wir vergeuden,
Stirb im Todbett deiner Freuden,
Das Unsterblichkeit dir gibt.
In dem Wein, o Biene, leben
Wird dein emsig Honigweben
Mit dem Tau, den du geliebt.

Werde denn ein goldner Funken,
Wie du selbst wohl freudetrunken
Schwärmtest in dem Sonnenschein,
Auch dein Stachel wird in Herzen,
Geisterblitzen, frohen Scherzen
Auferstehen aus dem Wein.

Quelle:
Jahreszeiten
Ausgewählte Gedichte - Hermann von Lingg - 1905
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

 

Data News

Stube, Kleider und Brod.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Die Schergen, die Richter, die Henker, den Galgen, Ich kenne sie insgesammt, Kenne die Welt, die mich verdammt Zum Galgen Zeit des Lebens. Wie heißt der Galgen? Mangel, Not, Sorge um Stube, Kleider und Brod, Knechtung, Schmähung reinsten Strebens! Verfluchte Welt, die mich umfängt, Tagtäglich an den Galgen hängt, Verfluchte Welt! ... Auf! Hinaus! Ich halt es nicht aus Auf dem Lager in dumpfiger Kammer, In traumdurchdünsteter Folterkammer. Hinaus in die nächtliche Landschaft! Es ist auch im plattdeutschen ein sehr gutes ähnliches Märchen unter dem Volk, das uns aber nicht vollständig konnte erzählt werden. In der Abendzeitung 1819 Nr. 171 steht eine gereimte Erzählung nach einer andern dürftigeren Uberlieferung. Ein hungriger Köhler hört daß dem König ein Schatz gestohlen ist und erbietet sich den Dieb zu entdecken. Der Köhler soll drei Tage lang gespeist werden, hat er es aber dann nicht heraus, so soll er an den Galgen. Wie nun der erste Tag herum ist und der letzte Trunk ihm gebracht wird, spricht er das wäre der eine! und so weiter am zweiten und dritten Tag. Die Diener welche die Diebe sind, glauben sich gemeint und entdecken die That. Eine abermals verschiedene Erzählung in der Zeitschrift der Casseler Bote 1822 Nr. 51, wo der Allwissende Felix Gritte heißt. In der Wetterauer Mundart von Weigand aufgefaßt in Mannhardts Zeitschrift für deutsche Mythologie 3, 3646 mit einigen Erweiterungen und Zusätzen: ein Fuhrmann, als Mönch verkleidet, bringt einen gestohlenen Ring zum Vorschein. Verwandt ist ein italienisches Märchen bei Straparola (13, 6) und ein persisches in Kisseh-Khun S. 44. Achmed der Schuhflicker macht sich zum Astronomen und entdeckt wer den Rubin aus des Königs Krone gestolen hat. Bislang habe sich die Polizei nicht bei seinem Mandanten gemeldet, erklärte Anwalt Kohlmann. Er hält die Vorwürfe für unbegründet, da scharfe Kritik in der politischen Auseinandersetzung erlaubt sei. Pro Chemnitz bezeichnet den Galgenbauer als mutigen Bürger. Kohlmann ist als Verteidiger für Mandanten aus der rechtsextremen Szene bekannt. […]

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XXII. Reue..

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Es schleicht sich leisen Trittes die Reu zu Faustus hin, Ihm naht mit dunklem Schleier die strenge Zauberin. Sie windet schwarze Binden ums Haupt ihm unsichtbar, Sie reicht ihm ihren Becher voll Kummerwermuth dar. Einsam im weiten Zimmer geht er nun wild umher, Auf seines Glückes Trümmer tiefseufzend blicket er, Auf sein vergangnes Leben, das ihm so nichtig dünkt, Und in die Nacht der Zukunft, die graunhaft drohend winkt. Bis 1892 war dieser Wald noch sächsischkurfürstliches Jagdgebiet. Der Name Massenei kann von dem oberwendischen Wort mjezown für Grenze oder der Waldmast für Schweine (Masterei) abgeleitet sein. In Kriegszeiten dienten die Massenei den Einwohnern der Umgebung als Zufluchtsort. Die Landesherren gingen in der Massenei zur Jagd. Bis 1892 wurde die Massenei vom König für die Jagd genutzt. Am 11. August 1929 wurde die Waldidylle westlich der Bornematzenbrücke eingeweiht. Am 04.07.1929 vernichtete eine Naturkatastrophe etwa 21.000 Festmeter Holz. Am 23.07.1935 wurde das Masseneibad eingeweiht. Von 1961 bis 1991 befanden sich am Kreuzungsbereich Kleiner Stern eine Fla Raketenstellung der NVA in einem 360 Hektar Sperrgebiet. Der Masseneiwald mit den angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen ist Landschaftsschutzgebiet. Jetzt ist die Kreuzung am kleinen Stern der Ausgangspunkt des Sagenwanderweges. 416 v. Chr. erschien Sokrates als Ehrengast auf dem berühmten Symposion, das anlässlich des Tragödiensieges des jungen Agathon stattfand und an dem in der platonischen Überlieferung auch Aristophanes und Alkibiades in wichtiger Rolle teilnahmen. Das nächste biographisch datierbare Ereignis fand zehn Jahre später statt und betraf Sokrates Verwicklung in die Reaktion der Athener auf die Seeschlacht bei den Arginusen, wo die Bergung Schiffbrüchiger unter Sturm fehlgeschlagen war. Als Gerichtshof in dem Prozess gegen die Strategen, die die Militäroperation geleitet hatten, fungierte die Volksversammlung. Zu dem geschäftsführenden Ausschuss des Rates der 500, den 50 Prytanen, gehörte zu diesem Zeitpunkt auch Sokrates. Zunächst schien es, als könnten die Strategen ihre Unschuld nachweisen und freigesprochen werden. Am zweiten Verhandlungstag aber änderte sich die Stimmung, und es kam zu der Forderung, die Strategen gemeinsam schuldig zu sprechen. Die Prytanen wollten den Antrag für ungesetzlich erklären, denn nur Einzelverfahren waren zulässig. Da sich nun aber das Volk im Vollgefühl seiner Souveränität gar nichts untersagen lassen wollte und den Prytanen die Mitverurteilung angedroht wurde, gaben alle bis auf Sokrates nach. […]

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Den Fluß, welcher den Colonisten Trinkwasser lieferte.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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und in dessen Nachbarschaft die Ballonruine sie geworfen hatte, nannte man die Mercy, aus Dank gegen die Vorsehung; das Eiland, auf welchem die Schiffbrüchigen zuerst Fuß faßten, die Insel des Heils. Das Plateau, welches die hohe Granitmauer über den Kaminen krönte, erhielt den Namen der Freien Umschau; die undurchdringlichen Wälder endlich, welche die Schlangenhalbinsel bedeckten, den der Wälder des fernen Westens. Hiermit erschien die Namengebung der sichtbaren und bekannten Punkte der Insel beendigt und sollte erst bei Gelegenheit weiterer Erfahrungen und Entdeckungen vervollständigt werden. Wieder im Fluß nach einer feierlichen Wiederbegegnung mit der in einer Wolke von Blumen herabschwebenden Beatrice, an die sich eine Bußpredigt Beatrices über vergangene Verfehlungen Dantes anschließt, wird Dante im Auftrag Beatrices von Matelda einem reinigenden Bad im Paradiesfluß Lethe unterzogen, das die Erinnerung an seine bösen Taten austilgt, und ebenso noch einmal später im Anschluss an eine visionäre Schau allegorischzeichenhafter Begebenheiten um den Wagen der Kirche am Fuße des Baumes der Erkenntnis einem zweiten rituellen Bad, diesmal im Fluss Eunoë, dessen Wasser die Erinnerung an die guten Taten erneuert. Ich hatte daheim oft mit Grausen in eine eingemachte Brunnenstube durch die Bretterklumsen geschaut und die Stimmen ertrunkener Kinder in der Tiefe zu hören geglaubt. Beinahe hätte sich dieses Schreckbild an mir verwirklicht. Es fiel mir eines Mittwochs nach Tisch ein, bei den drei Fallen allein zu baden. Im Begriff, über die Riß hinüberzuschwimmen, verwickelte ich die Füße in Unkraut und sank. Jetzt dachte ich noch an Vater und Mutter, 61 machte das Kreuz, fing ein Vaterunser zu beten an und preßte die Hände fest an Mund und Nase. Es braust mir in den Ohren, Funken stieben aus den Augen, noch ein Atemzug, und ich weiß nichts mehr. Wie ich wieder erwachte, lag ich auf der Wiese und vernahm von den Umstehenden, wie mir geschehen war. Der Sohn meiner Wohlthäterin Geis hatte, wie er zum Heuumwenden mit einer Gabel auf dem Rücken am Fluß hinging, eine Hand über das Wasser gucken und wieder verschwinden gesehen, war hineingesprungen, hatte mich herausgezogen und am Ufer auf den Kopf gestellt, worauf ich mich erbrach und wieder zu mir kam. Das war um halb zwei Uhr. Um drei Uhr war ich schon wieder in der Singstunde und sang aus Leibeskräften. […]

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