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Weinlese

Winzer, schwerbeladne, schütten
Ihre Trauben aus den Bütten,
Und wir stampfen tüchtig ein;
Auch ein ein Bienchen, mitgefangen,
Das am süßen Saft gehangen,
Wird mit eingestampft zum Wein.

Daß kein Beerchen wir vergeuden,
Stirb im Todbett deiner Freuden,
Das Unsterblichkeit dir gibt.
In dem Wein, o Biene, leben
Wird dein emsig Honigweben
Mit dem Tau, den du geliebt.

Werde denn ein goldner Funken,
Wie du selbst wohl freudetrunken
Schwärmtest in dem Sonnenschein,
Auch dein Stachel wird in Herzen,
Geisterblitzen, frohen Scherzen
Auferstehen aus dem Wein.

Quelle:
Jahreszeiten
Ausgewählte Gedichte - Hermann von Lingg - 1905
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

 

Data News

Laub im Wald.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Purpurröte überwebet Hell das blaue Firmament, Und das Laub im Walde bebet, Von des Zephirs Hauch belebet, Und der ferne Westen brennt. Vergebens Eile und Scheu, Vergebens sendet das Plutonische Gestirn seine alte Glut meinem Nahen entgegen; Vergebens zieht sich das Mastodon hinter seine eigenen, staubgewordenen Knochen zurück, Vergebens stehen die Gegenstände meilenweit voneinander ab und nehmen mannigfaltige Gestalten an, Vergebens senkt der Ozean sich in Höhlen und lauern die großen Ungeheuer in der Tiefe, Vergebens ist der Bussard im Firmament zu Hause, Vergebens gleitet die Schlange zwischen Schlingpflanzen und Holzklötzen, Vergebens strebt der Elch in die innersten Gründe der Wälder, Vergebens segelt der Scheermesserschnäbler fern gegen Nord nach Labrador, Schnell bin ich hinterher; ich steige nach, hinauf zum Nest in der Felsenritze. In solchen philosophischen Gedanken setzte ich mich auf dem Platze, der nun ganz einsam war, auf einen Stein nieder, denn an das Wirthshaus anzuklopfen traute ich mich nicht, weil ich kein Geld bei mir hatte. Der Mond schien prächtig, von den Bergen rauschten die Wälder durch die stille Nacht herüber, manchmal schlugen im Dorfe die Hunde an, das weiter im Thale unter Bäumen und Mondschein wie begraben lag. Ich betrachtete das Firmament, wie da einzelne Wolken langsam durch den Mondschein zogen und manchmal ein Stern weit in der Ferne herunterfiel. So, dachte ich, scheint der Mond auch über meines Vaters Mühle und auf das weiße gräfliche Schloß. Dort ist nun auch schon alles lange still, die gnädige Frau schläft, und die Wasserkünste und Bäume im Garten rauschen noch immer fort wie damals, und allen ists gleich, ob ich noch da bin, oder in der Fremde, oder gestorben. Da kam mir die Welt auf einmal so entsetzlich weit und groß vor, und ich so ganz allein darin, daß ich aus Herzensgrunde hätte weinen mögen. Wissenschaftsbilder am Firmament den Grauenvollen Opferkult am wundervolles Firmament sollten Sie vor allem beachten. […]

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Das Liedchen von der Reue.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Herr Ulrich reitet im grünen Wald, Die Blätter lustig rauschen. Er sieht eine holde Mädchengestalt Durch Baumeszweige lauschen. Der Junker spricht: »Wohl kenne ich Dies blühende, glühende Bildnis, Verlockend stets umschwebt es mich In Volksgewühl und Wildnis. Das Liedchen ist neu, alles müssen wir erlernen,Nun, so lernen wir uns freuen! Johannes gesellte sich zu einer Truppe lustiger Schüler, welche die guten Weine aufsuchten. Wen erfreut ich nicht, mit FeuerIhr begeisternd Lob beginnend? Roms gepriesne schöne Frauen,Wer vernahm nicht oft von ihnen? Er überbot womöglich die Schüler in Keckheit und Mutwillen. H?r ich das Liedchen klingen, Das einst die Liebste sang, So will mir die Brust zerspringen Vor wildem Schmerzensdrang. Ja, ja, das sing Er nur recht dreist weg, rief darauf sogleich die Dame wieder. Doch die Täuschung nur der Sinne,Die Erinnrung des GenussesIst es nur! Viertes Lied Eine Stunde des Tages aber weiht ichDir, o Loggia! Einen Gang noch, Arlecchina,Wenns auch dämmert, wenn die SonneLängst vom Capitol gewichen! Ein Kloster ließ einen solchen ausschenken, der dem jungen Manne bald in den Kopf stieg. Es treibt mich ein dunkles Sehnen Hinauf zur Waldesh?h, Dort l?st sich auf in Tr?nen Mein ?bergro?es Weh. Es unken die Unken bei Köthen im Rohr, die grünlichen Frösche erröten im Chor. Gib die Hand mir, Kind der Liebe,Sind wir endlich doch alleine! Er überbot womöglich die Schüler in Keckheit und Mutwillen. Ich aber sagte, ich wisse nichts zu singen, was für solche Herrschaften schön genug wäre. Abschied von Olevano Lb wohl, du unvergeßliches Felsendorf,Leb wohl! Oder deine Götterschalkheit,Aristophanes, ein wenigNur vom Geiste deiner Maske? Johannes gesellte sich zu einer Truppe lustiger Schüler, welche die guten Weine aufsuchten. Onkel Heinz hatte darin wohl trübe Erfahrungen gemacht! Wünsch ich, Grazien, eure Huld,Eure Schönheit, holde Veilchen? Ein Kloster ließ einen solchen ausschenken, der dem jungen Manne bald in den Kopf stieg. Und warum nicht, heitere Muse,Lied und Lob dem Carnevale? Ein Wanderer, der dieses Liedchen vernimmt, hat lang den Gesang von den Kröten im Ohr. […]

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Ich sah den Bösen triumphieren und den Guten zu Schanden werden.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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ich sah den Glücklichen weinen und den Unglücklichen jubeln. Die Gebeine des Mutigen zitterten vor Angst, und der Zaghafte fühlte den Mut des Löwen in seinen Adern. Ich weinte und lachte mit; ich stieg und sank mit dann kam die Zeit, in der ich denken lernte. Da fand ich, daß ein großer Gott das All regiert und daß ein lieber Vater alle bei der Hand hält, den Reichen und den Armen, den Jubelnden und den Weinenden. Aber viele sind abgefallen von ihm; sie lachen über ihn. Und noch andere nennen sich zwar seine Kinder, aber sie sind dennoch die Kinder dessen, der in der Dschehennah wohnt. Darum geht ein großes Leid hin über die Erde und über die Menschen, die sich nicht von Gott strafen lassen wollen. Und doch kann keine zweite Sündflut kommen, denn Gott würde keinen Noah finden, der der Vater eines besseren Geschlechtes werden kann. Sie machte eine neue Pause. Ihre Worte, der Ton ihrer Stimme, dieses tote und doch so sprechende geheimnisumwittert Mythen, voller Leben, Mythen u. Sagen, wertvolle Biotope, eine oft vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenwelt. Aus dem Chaos entsteht als erste Göttergeneration die Erde Gaia, die Unterwelt Tartaros, die Liebe Eros, die Finsternis Erebos und die Nacht Nyx. Aus der Verbindung von Nyx und Erebos gehen der Tag Hemera und die Luft Aither hervor, Nyx bringt aus sich selbst eine Reihe von Gottheiten hervor, die entweder Personifikationen von mit der Nacht assoziierten Phänomenen oder von menschlichen Übeln sind. Der größte Teil der griechischen Götterwelt wird auf Gaia zurückgeführt, die aus sich selbst das Meer Pontos, die Berge Ourea und den Himmel Uranos hervorbringt und insbesondere mit Uranos eine Vielzahl weiterer Nachkommen hat. Neben der Herkunft der Götter wird in der Theogonie von der Abfolge der Herrschaft über die Welt erzählt, die in den meisten griechischen Entstehungsmythen eine zentrale Rolle spielt. Der erste Herrscher über die Welt, Uranos, wird von seinem Sohn, dem Titanen Kronos, entmannt und entmachtet, woraufhin die Titanen über die Welt herrschen. Die Titanen werden in der Titanomachie wiederum von Kronos' Sohn Zeus gestürzt, im Anschluss beginnt die Herrschaft der olympischen Götter. Zeus sichert seine Herrschaft, indem er seine schwangere Gattin Metis verschlingt, da es deren ungeborenem Sohn bestimmt gewesen wäre, die Stelle des Zeus einzunehmen. […]

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