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Mond im See

Über Höhn, die dunkel liegen,
Leuchtend in sein Geisterreich
Kommt der Mond heraufgestiegen,
Einer Feuerlilie gleich.

Höher schwebend, immer blasser
Wird sein Licht im Nachtazur,
Aber unter ihm die Wasser
Strahlen umso schöner nur.

Sanft aus ewigem Gefilde
Blickt sein Glanz, Glanz, wie ein Gemüt,
Das sich selbst bezwang und milde
Nun in reinster Regung glüht.

Du verhüllst dich und ein Schatten
Dunkelt um die Wellen weit,
Die durch dich geleuchtet hatten,
Stolzer Stern der Einsamkeit.

Quelle:
Jahreszeiten
Ausgewählte Gedichte - Hermann Hermann von Lingg - 1905
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

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Andern Tags nahmen wir's .

Posted by Admin on Mai 12, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

mit in den Wald, aber es wollte nicht in die Pastete hineingehen. Da hätte man vierzig Pasteten mit füllen können, wenn wir sie gebraucht hätten, und es wäre auch noch übrig geblieben für Suppe oder Wurst oder was man sonst wollte. So ein Betttuch ist groß - es hätte für ein ganzes Mittagessen gereicht! Sozusagen als Hinweis, um den Zauberer zu finden, einfach dem Gold beziehungsweise Wieder andere sehen darin  ein Gleichnis zwischen dem Regenbogen und den sieben Astralebenen, die auch nach den gleichen Farben geordnet sein sollen. Dass also heutzutage assoziiert wird, ein Okkultist läge dem Satanismus nicht allzu fern, ist nur ein terminologisches Missverständnis und regt die Fantasie an. Tatsache bleibt, dass der Autor ein Theosoph und Okkultist war. Auf der anderen Seite war er ein Freund von Entwicklung und Fortschritt. Trotzdem war Baum kein unbeschriebenes Blatt und besaß auch seine Schattenseiten. Er dachte manchmal sehr konsequent und resolut und glaubte, Probleme ließen sich am besten mit Druck und manchmal auch mit Gewalt lösen. Seinerzeit wurde das Wort Esoterik kaum benutzt. Man sieht, dass sich viele an der Deutung beteiligt haben. Seine Ehefrau war beispielsweise eine bekannte Frauenrechtlerin und dies war zu dieser Zeit schon sehr erstaunlich, auch für einen Mann, sich eine solche Frau zu nehmen. Zu der damaligen Zeit war eigentlich jeder ein Okkultist, der sich mit der Esoterik beschäftigte. Der virtuose Umgang mit der Aquatinta-Radiertechnik, die den kenntnisreichen Einsatz der Ätzsäure voraussetzt, verschaffte ihm unter Berliner Kollegen den vielleicht auch ironisch gemeinten Spitznamen Aquatinta-Zauberer Jügel. Eine in den Jahren 182/1826 entstandene Porträtzeichnung aus der Hand Gottfried Schadows, die Jügel bei einer Herrenpartie der Berlinischen Künstlervereinigung zeigt, ist das letzte datierbare Zeugnis über das Leben Jügels. Ab 1823 unterrichtete Jügel die Kupferstechkunst an der Preußischen Akademie der Künste. Als Reproduktionsgrafiker arbeitete Jügel in der Restaurationszeit mit einer Vielzahl von Berliner Künstlern zusammen, etwa mit Gottfried Schadows, Heinrich Anton Dähling, Ludwig Wolf und Friedrich Lieder. Außer Hoffesten und Theaterereignissen hielt seine Feder vor allem patriotische und militärische Szenen sowie die Uniformierung der Bürgergarde und der preußischen Armee fest, ferner Porträts, topografische Ansichten und Architekturdarstellungen, etwa in Aquatinta eine große Ansicht des Berliner Schauspielhauses von Karl Friedrich Schinkel. […]

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Liebe in der Fremde 2.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Wie kühl schweift sich's bei nächt'ger Stunde, Die Zither treulich in der Hand! Vom Hügel grüß ich in die Runde Den Himmel und das stille Land. Wie ist da alles so verwandelt, Wo ich so fröhlich war, im Tal. Im Wald wie still! der Mond nur wandelt Nun durch den hohen Buchensaal. Er war nicht adlig, aber gelegentlich aristokratisch. Dies Aristokratische, wenn geglüht in leidenschaftlicher Erregung, konnte momentan zu wahrem Adel werden, aber solche Momente weist sein Leben in nur spärlicher Anzahl auf. Sein bestes war die Liebe und Verehrung, mit der er ein halbes Jahrhundert lang die Schleppe seines Vaters trug. In diesem Dienste verstieg sich sein Herz bis zum Poetischen in Gefühl und Ausdruck, wofür nur ein Beispiel hier sprechen mag. Auf dem mit Rasen überdeckten Kirchenplatz, etwa hundert Schritte vom Grabe Hans Joachims entfernt, erhebt sich ein hoher, zugespitzter Feldstein mit Liebe und dem Geheimnis der Gottverwirklichung. Jeder wird jetzt erraten, von welcher finstern Freude Carlos ergriffen wurde, als er von der Liebe des Barons von Nucingen erfuhr, denn er erkannte mit einem einzigen Blick, welchen Nutzen ein Mann seiner Art aus der armen Esther ziehen konnte. Und nicht zu sagen ist es, mit welcher Liebe ihn die Provinzen alle empfangen würden, die unter dieser Fremdlingsfluth gelitten haben, mit welchem Durst der Rache, mit welcher eisernen Treue, mit welcher Frömmigkeit, welchen Thränen. Und dieß sind nun eben solche Dinge, die, neu geformt, einem neuen Fürsten zur Größe und zum Ansehn verhelfen. Man muß daher diese Gelegenheit nicht vorübergehen lassen, damit Italien, nach so viel Jahren, seinen Erlöser erscheinen sehe. Jeden stinkt diese Barbarenherrschaft an. Welche Thore würden sich Ihm verschließen? welche Völker Ihm den Gehorsam weigern? welcher Neid sich Ihm widersetzen, welcher Welsche Ihm zu folgen zögern? Wohl versuchte der Vorsteher von Zeit zu Zeit das Wohlleben zu entschuldigen: es sei heute Sonntag, und man dürfe doch die liebe Gottesgabe nicht umkommen lassen, welche die Wallfahrer unter so vieler Mühsal herbeibrächten. Seine Gnaden solle sich nicht durch den trügerischen Schein täuschen lassen. Und das Bedienen der Wallfahrer, das Kochen, die Gärtnerei sei gar kein leichtes Geschäft. […]

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