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Meuchelmörder

Noch gafft die Menge schweigend, wie sich die Diener mühn Um ihren Herrn, erbleichend - es ist geschehn um ihn. Ihr Mühen bleibt vergebens, die Kunst ist ungeschickt, Die Lilie […] Mehr lesen

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Zum Himmelslicht so sehr

Ist es dein Geist, der heimlich mich bezwinget, Dein hoher Geist, der alles kühn durchdringet, Und blitzend sich zum Himmelslichte schwinget? Quält mich Erinnerung, daß ich […] Mehr lesen

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Ich ritt vorsichtig

und sah den Melek mir folgen. Die Terrainverhältnisse wurden immer schwieriger. Zu meiner Rechten stieg der Fels steil in die Höhe, und zu meiner Linken fiel er beinahe lotrecht […] Mehr lesen

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Egeriagrotte

Egeria, lieblicher Name, du lebst
Im Hain noch, im Felsen der Quelle,
Im Dunkel der Eichen! Du weilst, du webst
Am Brunnen, im Eppich der Schwelle.

Asolo ein süß Empfinden, und süßeres gibt es nicht, wenn aus der ersten Knospe die erste Liebe bricht 02114 ­

Hier ward, o Nymphe, mit Reigentanz
Dein Fest gefeiert in Chören;
Die Stürme der Zeit vermochten nicht ganz
Den heiligen Frieden zu stören.

In Asolo sah im sechsten Stock auf dem Balkone ein Crestaïnchen Grisette, sie nähte, und mit der Arbeit um die Wette flog ihr Gesang im Ritornellentone 02113

Hier könnt' ich vergessen all' irdische Pein,
Die Sorgen in Lethe versenken.
O Tal der Liebe, stets will ich dein,
Hetrurisches Tempe, gedenken!

Asolo-02116

Ich glaub', es kommen in deinem Raum
Vom Born, aus dem sie stammen,
Die Seelen der Menschen, beflügelt im Traum,
In heimlichen Stunden zusammen.

Ein Mann mit Früchten kam vorbei. Nach denen ließ sie ihr Körbchen rasch am Seil hinab und zog es gefüllt herauf um wenig Heller bis Asolo 02112

Im Schlummer führt Eros an liebender Hand
Zu Lauben im Schatten der Myrten
Aus Fluten den Schiffer ans heimische Land,
Zu Hirten aus Nacht Nacht die Verirrten.

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Quelle:
Reiseblätter
Ausgewählte Gedichte - Hermann von Lingg - 1854
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

Asolo-02109

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