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Im Schloßgarten

Zierlich aus dem Brunnenbecken
Nippt die Taube perlend Licht,
Das umgrünt von dunklen Hecken
Quillt aus einem Steingesicht,
Und des Vogels Glanzgefieder
Spielt der Welle Farben wider.

Oben rauscht das Laub der Eiche,
Und der Marmorlarve Mund
Murmelt fort und fort das Gleiche.
Um der Augen hohles Rund
Zittern Schatten, und sie schwanken
Um die Stirn, wie Traumgedanken.

Quelle:
Jahreszeiten
Ausgewählte Gedichte - Hermann von Lingg - 1905
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH
 

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Tautropfen.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Viel wilde Rosen erblühn und glühn und glühn und verwelken am Hage - und der Wald ist duftig, der Wald ist grün am leuchtenden Julitage . . . . . Vom Meer herauf die Sonne grüßt, Tautropfen am Riedgras beben: - - wir haben uns kaum Willkommen geküßt und sollen uns Abschied geben! Ich glaube, daß ein Grashalm nicht geringer ist als ein Tageslauf der Gestirne; Und die Ameise ist ebenso vollkommen, ein Sandkorn und des Zaunkönigs Ei. Und die Baumkröte ist ein Meisterstück vor dem Auge des Allerhöchsten; Und die Brombeerranken könnten die Hallen des Himmels schmücken; Und das schmälste Gelenkband meiner Hand verspottet jede Maschinerie; Und die mit gesenktem Haupt kauende Kuh übertrifft jedes Bildwerk; Und eine Maus ist Wunders genug, um Sextillionen von Ungläubigen wanken zu machen. Ich finde, mein Körper enthält Gneis, Kohlen, langfasriges Moos, Früchte, Ähren, eßbare Wurzeln. Und ich bin über und über mit einer Stukkatur von Vierfüßlern und Vögeln bedeckt; Und ich habe aus guten Gründen zurückgelassen, was hinter mir liegt, Kann aber jegliches, wenn ich es wünsche, wieder zurückrufen. Vergebens Eile und Scheu, Vergebens sendet das Plutonische Gestirn seine alte Glut meinem Nahen entgegen; Vergebens zieht sich das Mastodon hinter seine eigenen, staubgewordenen Knochen zurück, Vergebens stehen die Gegenstände meilenweit voneinander ab und nehmen mannigfaltige Gestalten an, Vergebens senkt der Ozean sich in Höhlen und lauern die großen Ungeheuer in der Tiefe, Vergebens ist der Bussard im Firmament zu Hause, Vergebens gleitet die Schlange zwischen Schlingpflanzen und Holzklötzen, Vergebens strebt der Elch in die innersten Gründe der Wälder, Vergebens segelt der Scheermesserschnäbler fern gegen Nord nach Labrador, Schnell bin ich hinterher; ich steige nach, hinauf zum Nest in der Felsenritze. Und natürlich beinhaltete der Zwang zur Spontanität immer die Möglichkeit, dass sich ein Rapper verhaspelte oder mangels guter spontaner Einfälle in schlechte Standardreime à la Haus/Maus verfiel. Inzwischen gibt es aber immer weniger Rapper, die sich dieser Situation aussetzen wollen und es haben sich andere Formen des Battles etabliert. […]

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