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Im Schloßgarten

Zierlich aus dem Brunnenbecken
Nippt die Taube perlend Licht,
Das umgrünt von dunklen Hecken
Quillt aus einem Steingesicht,
Und des Vogels Glanzgefieder
Spielt der Welle Farben wider.

Oben rauscht das Laub der Eiche,
Und der Marmorlarve Mund
Murmelt fort und fort das Gleiche.
Um der Augen hohles Rund
Zittern Schatten, und sie schwanken
Um die Stirn, wie Traumgedanken.

Quelle:
Jahreszeiten
Ausgewählte Gedichte - Hermann von Lingg - 1905
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH
 

Data News

Staatsbehörde ist das Gesammtministerium mit den Vorständen der einzelnen Ministerialdepartements.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Die Anstellung der Staatsdiener, mit Ausnahme der zu Richterstellen Berufenen, ist in der Regel während der ersten zwei Jahre widerruflich. Diejenigen Diener, deren Leistungen keine höhere wissenschaftliche Ausbildung in Anspruch nehmen, können auf Kündigung angestellt werden. Jeder Staatsdiener kann versetzt, seiner Dienstleistung, jedoch mit Belassung seines Ranges, Titels u. eines Wartegeldes, enthoben, wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt, wegen Vergehungen gerichtlich entsetzt u. wegen Unwürdigkeit entlassen werden. Die mit Ehren entlassenen Staatsdiener erhalten Pension, deren Stufenfolge von den Dienstjahren abhängt u. 2000 Thlr. jährlich nicht übersteigen darf. Auch die Wittwen u. Waisen der Staatsdiener haben Anspruch auf eine Unterstützung aus Staatskassen. Wenn das Volk, gewohnt an den ehemaligen Naturdienst, auch nach der Bekehrung für gewisse Orte eine verjährte Ehrfurcht bewahrte, so suchte man solche Sympathie entweder für den neuen Glauben zu benutzen, oder als Antriebe des bösen Feindes zu verschreien. Die heiligen Eichen, die den frommen Arten widerstanden, wurden verleumdet; unter diesen Bäumen, hieß es jetzt, trieben die Teufel ihren nächtlichen Spuk und die Hexen ihre höllische Unzucht. Bei jenen Quellen, die das Heidenthum als göttlich verehrte, baute der christliche Priester sein kluges Kirchlein, und er selber segnete jetzt das Wasser und exploitierte dessen Wunderkraft. Es sind noch immer die alten lieben Brünnlein der Vorzeit, wohin das Volk wallfahrtet, und wo es gläubig seine Gesundheit schöpft, bis auf heutigen Tag. Die meisten Bekehrungen wurden durch christliche Prinzessinnen vollbracht, welche den heidnischen Anführer heiratheten, und es giebt Jahrhunderte, wo die ganze Kirchengeschichte nur eine Heirathschronik ist. Zu Trapani in Sicilia hat man viel Menschenzähn gefunden, deren die meisten fast drei Pfund gewogen. Goliath war ein Riese, 6 Ellen und eine Spann hoch, dergleichen ungeheure große Menschen Gott mehrmalen, seine Allmacht zu zeigen, der Welt gegeben. Es ist nit an der Größe gelegen, sonsten hätte der Goliath dem David den Rest gegeben, allwo doch das Widerspiel begegnet. In der Insel Senno ist ein todter Leib gefunden worden, dessen Hirnschal zwei Eimer Wasser gehalten. In Afrika, neben der Stadt Utica, am Gestad des Meeres, hat man einen Menschenzahn gefunden, welcher so groß, daß man unschwer daraus hat schließen können, daß dieser hundertmal seye größer gewest, als ein anderer Ordinari-Mensch. […]

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