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Süße Liebe

Hat gar den Weg zu mir gefunden
Die süße Liebe, die ich oft
Im Traume sah und in den Stunden
Der Einsamkeit ersehnt, erhofft?

Wo glänzt mein Stern? Im Bild des Schwanen,
In Berenice's Locken? Ja!
Ich fühl's, es trügt mich nicht mein Ahnen:
Du liebst mich, und du bist mir nah!

Quelle:
Erste Liebe
Ausgewählte Gedichte - Hermann von Lingg - 1905
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

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Data News

Anklagezustand wegen Hochverrats, Flucht nach Blefuscu und dortige Aufnahme.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Als ich gerade Vorbereitungen traf, dem Kaiser von Blefuscu meine Aufwartung zu machen, kam ein bei Hofe einflußreicher Herr (dem ich früher zu einem Zeitpunkte Dienste erwiesen hatte, als er sich in höchster Ungnade des Kaisers befand) auf verstecktem Wege, zur Nachtzeit und in einer Sänfte, in meine Wohnung und bat um eine augenblickliche Unterredung, ohne mir seinen Namen ankündigen zu lassen. Ravenet, deren schon Erwähnung geschah, die Kempelensche Familie und einige andere, recht werte und liebe Gefährtinnen auf den heitern Pfaden der Jugend. Viel lieber aber unterhielt ich mich mit seinen jüngern Geschwistern und ihrer gleichgestimmten Gesellschaft, mit der ich denn allmählich, wie es diese Blätter zeigen, aus dem Kindesalter in das jugendliche, beweglichere und bedeutendere getreten war, in dem nun statt heiterer Kinderspiele lebhaftere Empfindungen, abwechselnde Hoffnungen und Schmerzen uns beschäftigten. Ich hatte seine Erziehung in dem streng katholischen Bayern, unter der Leitung der Jesuiten, seine Jugendfreundschaft für Maximilian von Bayern, seine Stellung in der damals heftig bewegten Welt, zwischen Reichsfürsten, die mit heißem Eifer entweder für oder gegen den Glauben kämpften, den er bekannte, zwischen mißvergnügten Ständen, die gern unter dem Vorwande der Religion größere Macht an sich gerissen hätten, und zwischen aufrührerischen Untertanen beherzigt und gefunden, daß man jene Zeit überhaupt, nicht bloß durch ein protestantisches Glas betrachten, daß man besonders einen Fürsten des 17. Jahrhunderts in Rücksicht seiner Aufklärung nicht nach dem Maßstabe des 19. beurteilen und dem, der nun einmal mit ganzer Seele glaubt, seine Religion sei die allein selig machende, die Begierde andere, ja alle Menschen dazu zu bekehren, und wenn es nötig wäre, dazu zu zwingen, nicht als eigentliche Grausamkeit auslegen könne. Schiller selbst, dessen sehr eifriger Protestantismus deutlich aus jedem Blatt seiner Geschichten des 30 jährigen Krieges und des Abfalles der Niederlande spricht, läßt dem im Grunde menschlichen und rechtlichen Charakter dieses Fürsten Gerechtigkeit widerfahren. Arndt spricht in einer seiner Schriften mit Achtung von ihm, und so entwarf ich denn nach jenen Beobachtungen und diesen Autoritäten den Plan zu einem Stücke, dessen Inhalt mir ebenso patriotisch, als für Bühneneffekt geeignet schien. […]

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Aber, fragte Cyrus Smith .

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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mit noch sehr schwacher Stimme, am Strande haben Sie mich doch nicht aufgelesen? Nein, erwiderte der Reporter. Und Sie haben mich auch nicht in diese Grotte geschafft? Der Reporter berichtete das Vorgefallene. Er erzählte die Ereignisse, von denen Cyrus Smith keine Kenntniß haben konnte, den letzten Sturz des Ballons, die Landung auf unbekannter, scheinbar verlassener Erde, die Entdeckung der Kamine, die unternommenen Versuche, den Ingenieur aufzufinden, Nabs Ergebenheit gegen ihn, Alles, was man dem intelligenten und treuen Top verdankte u.s.w. In welcher Entfernung von den Rissen befindet sich diese Grotte wohl? Etwa in der einer halben Meile, antwortete Pencroff, und wenn Sie darüber erstaunt sind, Mr. Cyrus, so waren wir es nicht weniger, Sie hier zu sehen. Wirklich, meinte der Ingenieur, dessen Lebensgeister munterer wurden und dessen Interesse an diesen Einzelheiten wieder erwachte, wirklich, sonderbar ist es! Können Sie uns aber, bemerkte der Seemann, erzählen, was mit Ihnen vorgegangen ist, seitdem jene Sturzsee Sie entführte? So brachten die Schwarzen Perlen auch der Lady Wildermere kein Glück. Sieben Uhr morgens auf der Holzveranda vor der Hausnummer 1425. Der Amateurkriminologe macht sich ans Werk und fördert Unglaubliches zutage. Denn die Zeiten sind härter geworden, seit es private Nachrichtensendungen gibt. Der Reporter sitzt in Badehose in einem Korbsessel. Der Tagesprophet (Daily Prophet) ist die Tageszeitung der Magier. Äußerste Konzentration ermöglicht ihm alsbald, die Zusammenhänge zu erkennen. Geweckt wird man auf dieser Insel von den Schreien der planschenden Kinder. Es ist, wirklich, eine magische Stunde: Noch hält die Halle inne. Wichtig ist es offenbar, schon am Abend vorher sein Handtuch auf einen Liegestuhl in der ersten Reihe zu legen. Von seiner Holzterrasse aus kann der Reporter exakt die Fotos schießen, die Touristen vom Urlaub an den thailändischen Touristenstränden auf Phuket und Ko Samui nach Hause schicken: Strand, Palmen, Grotte, Wasserfall. Typen, die hinfahren, draufhalten und zu schnell sind für den moralischen Skrupel. Der Reporter liest, weil gegen diese grandiosen Kunstwelten nur die Kunst des 19. Kalt, präzise, autark und ohne Angst vor einer verirrten Kugel. Während Hatch triumphiert, hegt der große Wissenschaftler seine Zweifel. Jahrhunderts hilft, in Tolstois Krieg und Frieden. […]

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Beaulieu - Oliven und Pinien am Meer.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Unter Oliven und Pinien, wie leuchtet das Meer so nah! In starken, reinen Linien grüßt Cap Ferrat. Die marmornen Villen funkeln rot auf im letzten Licht, silberne Schatten dunkeln über dein Gesicht. Unter Oliven und Pinien fühle, was du mir bist! In großen, klaren Linien läuft unsres Lebens Frist. Rot auf lodern die Gluten uns einmal noch durchs Herz, silberne Schatten fluten lautlos erdenwärts. Sämmtliche Tyrannen weit umher hatten, der Eine bei dieser, der Andere bei jener Gelegenheit, zwischen der Freundschaft oder der Feindschaft dieses ungewöhnlichen Tyrannen wählen müssen. Es traf einer seiner Boten bei ihm ein und kündigte ihm an, er solle auf diese oder jene Unternehmung verzichten, er solle aufhören, den und jenen Schuldner zu plagen, oder ähnliche Dinge; er mußte Ja oder Nein antworten. Hatte ein Theil mit unterthänigster Ergebenheit irgend eine Angelegenheit seinem Urtheilsspruche unterworfen, so befand sich der andere in der schlimmen Lage, sich entweder seinem Ausspruche zu fügen, oder sich als seinen Feind zu erklären; was, wie man damals zu sagen pflegte, ebenso gut war, als die Schwindsucht im dritten Stadium. Es kam auch öfters vor, daß ein schwacher Unterdrücker, von einem Mächtigen gequält, sich an ihn wandte; dann nahm er Partei für den Unterdrückten und zwang den Gewaltthätigen, von den wußte, flüsterte man sich den Namen desjenigen zu, welchen wir, Dank der gesegneten, um nicht etwas Anderes zu sagen, Vorsicht unserer Schriftsteller, gezwungen sind, den Ungenannten zu nennen. Wer Unrecht hatte, nahm zu ihm seine Zuflucht, um Recht zu erhalten; viele, die das Recht auf ihrer Seite hatten, suchten doch diesen mächtigen Beschützer zu gewinnen, um ihrem Feinde den Zugang zu verschließen; diese wie jene wurden ganz von ihm abhängig. Unser alter geschätzter Freund, Hofrat Büel, hatte uns diesen vorzüglichen Mann zugeführt, mit dem er schon früher in Norddeutschland bekannt geworden war und Freundschaft geschlossen hatte. Daß auch er sich durch Achtung und Wohlwollen an unser Haus gezogen fühlte, bewies die Treue, mit der er nicht allein keinen der Abende versäumte, an denen meine Mutter und ich Gesellschaft empfingen, sondern sehr oft noch an den Sonntagsabenden, wann sich nur wenige und nur die nähern Freunde versammelten, zu uns kam. […]

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Zitrone unter einer Kanone.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Es war eine gelbe Zitrone, die lag unter einer Kanone, und deshalb bildete sie sich ein, eine Kanonenkugel zu sein. Der Kanonier im ersten Glied, der merkte aber den Unterschied. Bemerkt sei noch zu diesem Lied, ein Unterschied ist kein Oberschied. Unter den Bedeutenderen nenne ich vor allen den Grafen Heinrich von Stolberg-Wernigerode, der nicht allein durch seinen Rang, sondern vielmehr noch durch die gediegene Bildung seines Geistes, wie durch ein edles, ebenso anstandsvolles als herzliches Benehmen uns allen ungemein wert geworden war. Noch bewahre ich als Andenken vom Grafen ein einfaches, aber geschmackvolles Teeservice von Wedgewood, das ich in einem kleinen Gedicht gefeiert habe, welches unser aller wehmütige Erinnerung an die, mit ihm zugebrachten Abende schilderte und sein Porträt, das er mir viele Jahre darnach aus Marienbad zusandte, und das seine gehörige Stelle unter den Porträten werter Freunde in meinem Besuchzimmer einnimmt. Man kann sich schwerlich einen grösseren Unterschied denken, als zwischen diesem Dichter, der einsam, nach allen Seiten gegen die Aussenwelt abgeschlossen, drunten im Süden wohnt und, ohne sich durch irgend etwas von seinem Beruf abziehen zu lassen, künstlerische Meisterwerke formt und zufeilt und seinem grossen Geistesbruder im Norden, der aus vollen, allzuvollen Händen grosse und kleine Artikel über politische, soziale und religiöse Fragen in die Presse hinausstreut, der mit seinem Namen überall voran ist, niemals Rücksicht nimmt auf die Klugheitsregel, die vorschreibt, sich selten zu machen, sich vermissen zu lassen; welcher Lieder schreibt, Reden hält, agitirt, von Volksversammlung zu Volksversammlung reist und sich am wohlsten befindet, wenn er auf dem Rednerstuhle unter tausend Freunden und hundert Gegnern steht und die ganze Schaar durch seine Kühnheit und durch seine Kunst in Athem hält. Die einzigen Zeitungsartikel, welche Ibsen in den letzten Jahren geschrieben, waren solche, die sich auf seine Rechte gegenüber den Verlegern oder auf seine Rechtlosigkeit im Verhältniss zu seinen Uebersetzern bezogen; aber man darf nicht vergessen, dass diese kalte Zurückhaltung ihm gestattet hat, die Meisterschaft in seiner Kunst unverwandt vor Augen zu haben gleichwie seine fixe Idee, sein nie aus den Augen verlorenes Ideal und er hat dies Ideal erreicht. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, in Spanien zu wohnen. […]

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