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Winter im Gebirg

Verklungen sind die holden Schwüre,
Die hier gar oft der Mond belauscht.
Statt Flüstern vor der Kammertüre,
Ist's nur der Brunnen, der da rauscht.
Wo keine Schöne kalt geblieben,
Ward ihr gebracht ein Edelweiß,
Wo wir den Kahn ans Land getrieben,
Knarrt nächtlich aufgeschreckt das Eis.

Und auch die Felder sind gefroren,
Der Wald, in dem man sich erging,
Wo man im Pfänderspiel verloren
Und einen Kuß dafür empfing.
Der Schnee Schnee bedeckt die Spur der Kohlen,
Wo Freudenfeuer hell geglüht,
Wo Primeln und wo Bergviolen
Am schönsten Busen einst geblüht.

Der Frühling wird sie wieder bringen,
Bald tost der Föhn und löst den Schnee;
Nur dich hört niemals wieder singen
Das Felstal und der grüne See.
In dieser Berge dunklem Rahmen
Wie schienst du hell das Bild dazu!
Ihr Echo ruft mir deinen Namen,
Sonst aber sind sie still wie du.

Und auch wie du vom Lilienkleide
In tiefem Schlummer zugedeckt,
So fern der Welt und allem Leide,
Von keinem Lebenshauch geweckt.
Nur etwas schwebt wie sanfte Klage
Um diese diese Höh'n, so still und rein:
Sie schließen meine schönsten Tage,
Die Rosen meiner Jugend ein!

Quelle:
Jahreszeiten
Ausgewählte Gedichte - Hermann von Lingg - 1905
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH
 

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Trost und Ruh weine nicht!.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Sein frühes Sterben ist Trost und Ruh', - lächle noch einmal dem Liebling zu! Den letzten Blick in das süße Gesicht . . . Freue dich, Mutter, - weine nicht! Liebling was sollten Sie vor allem beachten? In einem so neuen, ganzen, lieblichen Gemüte war viel zu zerreißen, zu zerstören, zu ertöten, und die schnelle heilende Kraft der Jugend gab selbst der Gewalt des Schmerzens neue Nahrung und Heftigkeit. Der Streich hatte sein ganzes Dasein an der Wurzel getroffen. Werner, aus Not sein Vertrauter, griff voll Eifer zu Feuer und Schwert, um einer verhaßten Leidenschaft, dem Ungeheuer, ins innerste Leben zu dringen. Behle ist national und international als Tenor hoch dekoriert. Der Zeiten Grab bist du ewiges Rom, Des Zeitstromes Bild, o du Tiber! Die Gelegenheit war so glücklich, das Zeugnis so bei der Hand, und wieviel Geschichten und Erzählungen wußt er nicht zu nutzen. Er trieb's mit solcher Heftigkeit und Grausamkeit Schritt vor Schritt, ließen Wir sehen einen Flashback in dem sich die beiden in der Bibliothek küssen. Wo sich am Fels die Purpurwoge kräuselt In wilder Pracht! dem Freunde nicht das Labsal des mindesten augenblicklichen Betruges, vertrat ihm jeden Schlupfwinkel, in welchen er sich vor der Verzweiflung hätte retten können, da? Ihr Grotten wo Vorzeit Stimme säuselt In klarer Nacht! Sie stehen auf natürliche Schönheit und gut proportionierte Formen. Mit dem bekannten Gedicht von Wilhelm Busch ist ihm dies sehr gut gelungen. die Natur, die ihren Liebling nicht wollte zugrunde gehen lassen, ihn mit Krankheit anfiel, um ihm von der andern Seite Luft zu machen. Ueber die Erde wohl über das Meer,Trägt mich der stralende Fittig daher! Sie sagt ihr, dass niemand sie so geliebt hat wie Emily es getan hat. Lebt wohl ihr Thäler, ihr umgrünten Höhen So anmuthsvoll! Sensibelchen, die keinen Windhauch vertragen, haben bei Ihnen keine Chance. Emily schlief bei Alison, als sie alleine zuhause war. Daneben gefallen Ihnen auch sanfte Berührungen auf dem Jochbein. Dann schleuderte Paris als erster seinen Speer auf den Gegner. Täglich wächst meine Trägheit, zwar keine Heimat auf ErdenHab ich, und trenne mich doch mühsam von jeglichem Ort.Schon der Liebling des Knaben war einst der homerische Wandrer,Seitdem hat sich mein Herz stets nach dem Aetna gesehnt.Heute scheidet das Schiff; zwar klopft mir der Busen, doch hält michDer bequeme Genuß noch in Neapel zurück. […]

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Herbsttag, Blumensamen, Zwiebel, Knollen schmücken meinen Gartentisch.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Überragt von traubenvollen Rebgezweigen duftig frisch. Hie und da ein Blatt vom Hage jagt der Herbstwind rasch vorbei, angedenken schöner Tage, Traum und Bild vom holden Mai. Alles wieder ihr zu legen nächstes Frühjahr in den Schoß, lös' ich ihres Jahres Segen von der alten Erde los. Und so schein' ich selbst als alter Demiurgos hier zu stehn, ein Bewahrer und Erhalter zwischen Welken und Vergehn. Der Herbsttag ist wie deine Haut milchlicht Und friedlich wie dein flaumig Frauenangesicht, Das, abgeklärt, ganz ohne Willen ist zu meinem Willen Und kann wie Wein und Frucht mich Hungerigen stillen. Frau von Staël war ebenfalls zugegen, ich sah oder kannte sie wenigstens damals nicht, und nebst ihr eine große Menge elegant geputzter Damen und Herren, die dem Schauspiel entgegen harrten. Dein Blick, der stets durch sieben Schleier schaut, Der manches Nebelschloß im Blauen baut, Wie eine Herbstfrucht läßt er leicht das Leben los Und fällt mir wie die Nuß vom Nußbaum in den Schoß. Aller Oktobertage Schar, des Monats, der einst dein Gebärer war, Ist golden wie dein seidengoldnes Wunderhaar, Ist wie dein Auge aller Wirklichkeiten bar. Durch eine geschickte Vorrichtung fielen plötzlich die Decken, welche die Statue verhüllt hatten, das majestätische Bild ward sichtbar, und fast in demselben Augenblick zerriß auch, wahrscheinlich durch die Kanonenschüsse zerteilt, die Nebeldecke, welche den Himmel umhüllt hatte. Rein und blau lächelte er hernieder auf das Bild des großen Josefs, der mitten im Kreise der Seinen erschien, und die mildesten Sonnenstrahlen spielten auf dem glänzenden Metall und auf den edlen Zügen. Es war ein schöner, erhebender Augenblick, in welchem der Himmel selbst an dem Dankbarkeitsgefühle unsers Monarchen und an unser aller Freude segnend Anteil nahm. Mit Flüchtlingen in Seenot oder Schleusern ist an diesem stürmischen Herbsttag nicht zu rechnen. Was dem Militärpfarrer gar nicht behagt, ist die Symbolik: Am Anfang unseres Einsatzes ist uns noch eine Taube zugeflogen, erinnert sich Lüders. Auf dem Josefsplatze, wo die kolossale Bildsäule unter ihren Umhüllungen wie ein kleiner Berg dastand, waren in freier Luft Tribünen errichtet, auf welchen man mittelst Billetten Platz erhielt. Offenbar ist der Jagdvogel im Sandsturm orientierungslos aufs Meer hinausgeflogen das Schiff ist jetzt seine Rettung. […]

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