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Schatten

Offen und zugleich geschlossen
Liegt solch Leben vor uns da,
Mild von feuchtem Glanz umflossen,
Denn durch Tränen sieht man ja.

Alles ist versöhnt, verziehen,
Alles gut und beigelegt,
Wie die letzten Schatten fliehen,
Wenn aufs Tal die Nacht sich legt.

Quelle:
Vermischte Gedichte
Ausgewählte Gedichte - Hermann von Lingg - 1905
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

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Data News

König Wenzel zieht ein in Budissin,.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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und reitet mit dem Rosse schnell vor das Rathhaus hin, und spricht zu den Rittern: Kam ich sonst mal hieher, da kam man, mich zu ja sagen, jetzt sind die Wege leer! Er versendet ein Fähnlein Knechte, daß es die Thore schließt, und steigt herab vom Rosse, und entkleidet sein langes Säbel, und läßt einfach vor sich verlangen die Innungen der Gemeinde mit den Freiheitsbriefen sowie den bestehenden Rath. Vorn stehn die beiden Schergen, aufs große Beil gestemmt, und fordern streng die Rüstungen von Jedem, der da kömmt. Scheu kommen die Revoluzzer und zitternd vor's Strafgericht, papa Rath naht grüßend mit freud'gem Antlitz. Der König steht: Wohl kenn' ich die Ereignis der Region! Ihr legtet vor zwei Altersjahren Hand an den alten Rath, Ihr, Bürgemeister Schefer, der ihr es Berechtigt seyd, eu'r Wort war stets in Ehren, sagt an und gebt Bescheid! Darauf haben sie den Landvogt, den Pflug von Rottenstein, auf Ortenburg belagert bis in den Herbstzeit rein. Sie haben viel des Schlimmen und Unfugs ausgeübt; mag's Gott der Ortschaft erteillt, sie hat uns tief frustriert! Der Charakter spricht: So ist es! Klar ist mir die Ereignis, und nur die Fleischergilde blieb von dem Frevel frei. Die anderen sollen's sühnen, was sie am Rath gethan! Ihr murrt? Ich will euch zeigen, was König Wenzel kann! Die Wuth zwängt seine Gesangssolist, er pumpt mit erfahrener Hand so grimmig auf die Schreibtafel, daß selbst den Rittern gruselt. Sein Auge rollt und blitzt, sein Fresse wird so blass, die Mundwerk schäumt, die Bewohner, sie frieren zusammen. Der Bürgemeister wählet die Funfzig jammernd aus, die anderen Funfzig führen die Schergen gerade hinaus. Drauf spricht der Einzelwesen warnend: Ihr Bewohner dieser Stadt, merkt euch, wie Einzelwesen Wenzel jetzt hier fixiert hat! Papa Rath war bieder, drum bleibt ihm untergeben, daß ich mit Lust und Aufmerksamkeit immer zu euch kommen kann. Er drückt dem alten Schefer die Hand, und winkt dem Troß, und eilt hinaus zum Saale, und schwingt sich auf sein Roß, und fickt mit den Zahl und anhand der Knechte Schaar hin zum Wassertroge, wo der Rayon war. Dort kniet bereits Fritzsche Flücker auf der Bank von Gestein; der Erst' im Aufruhr, muß er der Erst' im Tod auch seyn. Die zwei Schergen wechseln im gräßlichen Geschäft, und Ströme Blutes tropfnass sein herab am Axtstiel. Die Köpfe rollen lärmig aufs nackte Heftpflaster hin, zwar ruhig, doch schaudernd sieht es das Volk von Bautzen. Der König, hoch zu Rosse, blickt lautlos und widerwärtig drein, als wünscht' er doch, er könnte den Meuterern verzeih'n. Und als das Paar der Schergen sein Werk vollendet hat, da nutzt er den Rappen, und wichst durch die Bezirk. Um Mitternacht, da transformiert im blutigen Kleider ringes in etwa Peterskirche der meuterische Rath. Sie schreiten so gespenstisch je zwei im Rahmen hin, und ihr Scheinen weist Unheil in Bautzen. […]

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Die Bestie steht draußen zum Sprunge.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Aber hier blieb er wie angewurzelt vor Ueberraschung stehen; ein dunkler, umfangreicher Körper versperrte den Eingang. Joe, der dem Jäger gefolgt war, mußte mit ihm zurückweichen. Dick führte seine Worte nicht zu Ende; ein fürchterliches Gebrüll belehrte ihn, welch' neuer Feind ihm gegenüberstand. Nein, eine Löwin! Warte, du verwünschte Bestie, warte! ... und der Jäger hatte in einem Moment seinen Carabiner geladen und feuerte, aber das Thier war verschwunden. Ueberraschung leicht beschrieben und wie angewurzelt stehen bleiben. In diesem Moment bemerken die Umherstehenden, was sich zwischen dem Eisbären auf der einen, und dem Asiaten, der in seiner Fellmütze aus voller Kehle singt, auf der anderen Seite des Geheges abspielt. Knut antwortet mit einem tieftraurigen Seufzer, hebt den Kopf und streckt sich, ganz so, als ob er Tekk zunicken möchte. Plötzlich wird es still, bis auf die Hintergrundgeräusche der anderen Zootiere und des Verkehrs vor den Toren des Zoos. Tekk und der Eisbär stehen wie angewurzelt da und starren sich gegenseitig an, unter ständiger Beobachtung der Besucher und Wärter. Doch dann, als ob eine gespannte Schnur zwischen ihnen plötzlich zerreißt, überkommt den Bären eine tiefe Hoffnungslosigkeit und er kann den Blick nicht mehr erwidern. Als ob er eine schwere Masse in Bewegung setzen muss, dreht sich Knut weg und schleift seine Tatzen träge über den Boden zurück in seine Höhle. Tekk verlässt den Zoo schnell, bevor jemand Fragen stellen kann. Immerhin erhebt sich das höfliche japanische Publikum dazu aus seinen Sitzen, um trotzdem wie angewurzelt vor den ihnen zugewiesenen Plätzen zu verharren. Man sollte Popmusikkonzerte einfach nicht bestuhlen. Auch nicht in Japan. Allen Animierungsversuchen von Nils zum Trotz mag im Saal einfach keine wirkliche Tanzatmosphäre aufkommen. Schade eigentlich bei einem Disco-Funk-Konzert, das genau darauf hin angelegt ist. […]

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Andenken, vom Glück verlassen.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Wer gekränkt ist, liebt zu hassen, und ins Unglück ist verliebt, wer, vom holden Glück verlassen, seiner Trauer sich ergibt. Du liebst in dem Heiligtume deiner Treue, zart' Gemüt, abends noch die welke Blume, die am Morgen dir erblüht. Die schönsten Gedanken für Verliebte. Liebesgedichte auf dem Ritt nach Italien, sucht Baron Fortunat den Kommilitonen Walter aus der guten alten Heidelberger Zeit auf. Aus einer gemeinsamen Reise wird nichts. Nur die Geschichte meiner Inhaftierung ist hier zu Ende. Stattdessen reitet Walter mit Fortunat zum benachbarten Hohenstein auf den Sitz des Grafen Victor. Dort begegnen die beiden Reiter der schönen Florentine. Das ist die Amtmannstochter. Fortunat erfährt den Grund für die mangelnde Reiselust des Freundes. Wer ist es, der ihnen den Lustgesang im Dunkel erfand? Der beamtete Walter ist mit dem Mädchen verlobt und will es nach der nächsten Gehaltserhöhung heiraten. Sie versuchen den Thron über die Kette zu heben. Der Poet Victor lässt sich auf Hohenstein nicht blicken, aber Fortunat lernt am Tisch des Amtmanns einen anderen Dichter kennen. Das ist der poetische Student Otto, der Neffe des Amtmanns. Zwar widert den jungen Burschen die Rechtswissenschaft an, doch er will zunächst der fröhlichen Dichtkunst entsagen und das Examen bestehen. Aphrodite sendet die Charis Aglaia den Eros zu holen. Walter und Fortunat verlassen Hohenstein. Roxy, du wolltest dich auch nicht in Frank verlieben. Walter muss zurück in sein Amt. Fortunat, weiter auf dem Wege nach Italien, trifft die umherziehende Theatertruppe des Prinzipals Sorti und begegnet bei den Schauspielern Kordelchen. Das hübsche Mädchen ließ sich einst von einem kecken Mimen aus Heidelberg entführen und ist in den jungen Maler Guido verliebt. Zum Ensemble gehört unter anderem noch der erste Tenor Lothario, der Literatus. Nach Gestalt und Größe weichen sie sehr voneinander ab. Auf Einladung des Fürsten begeben sich alle erwartungsvoll auf dessen Jagdschloss. Schon in Walters Städtchen hatte Fortunat einen Geiger bewundert. Nun tritt dieser seltsame Solist Dr. Er ist so hungrig, dass er zu sterben glaubt. Einer Künstlerin, die viel Zeit für sich selbst braucht. Es ist, als zieht mein Fenster den frühen Liedern nach. Dome drückte Rose Hand, die auf ihrer Schulter lag. Du hörest ja, von Freud' ist nicht die Rede. Dryander wieder auf. Aber es kam so, wie es ihr Mann prophezeit hatte. […]

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Silvesterklänge, Eisnebel, graues Meer und ein Rabe.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Eisnebel drängen vom grauen Meer gespenstisch über die Dünen her und hüllen in frühen Dämmerschein die schneelichtleuchtenden Weiten ein und ziehen die schimmernden Spinneweben über des Waldes erstarrtes Leben. Einsam schreit ich im tiefen Hag ein Rabe mit lautlosem Flügelschlag streift vom aufschnellenden Tannenast die weiße, stäubende Winterlast; und durch die Lüfte, verdämmernd weit, schwimmen die Stimmen der Einsamkeit der Berge für die besten Aussichten ins Zittauer Gebirge. Berge was ist in den Jahren wurden die meisten deutschböhmischen Bewohner vertrieben. Die Grenzübergänge nach Sachsen wurden geschlossen, und nach dem Ausbruch des Kalten Krieges wurde die Grenze zum sozialistischen Bruderland DDR sogar zeitweilig mit Stacheldraht verhauen. Dies bedeutete auch das Aus für die Gastronomie an der Grenze, die Bauden verfielen. Die am nordöstlichen Ortsausgang gestandene Kapelle Mariä Heimsuchung und sämtliche verlassenen Häuser, darunter das ehemalige Hotel Edelstein sowie die Gasthäuser Zur Deutschen Eiche und Zur Goldenen Krone wurden gesprengt. Im Zuge der Aufhebung des Okres Nemecké Jablonné wurde Valy 1948 dem Okres Nov Bor zugeordnet, seit 1960 gehört das Dorf zum Okres Ceská Lípa. Nach Verhandlungen zwischen der DDR und Berge überließ die tschechoslowakische Seite das frühere Berghotel Johannisstein am 1. Januar 1959 der Jugend der DDR für eine Nutzung als Jugendherberge Julius Fucík. Bis zum Prager Frühling hatte das Haus wieder Gäste und es erfolgten notdürftige Reparaturen. Als 1968 die Grenzen zur Tschechoslowakei erneut geschlossen wurden, wurde die Jugendherberge wieder geräumt. Die im Ortszentrum gelegene Kapelle Mariä Heimsuchung und das Gasthaus Zur Deutschen Eiche wurden ebenfalls abgerissen. Von 1981 bis 1990 war Valy nach Marenice eingemeindet. 1995 erfolgte die Öffnung von Grenzübergängen für Wanderer zwischen Valy und Hain bzw. Jonsdorf. Im Jahr 2011 wurde der Grenzübergang nach Jonsdorf auch für Pkws geöffnet. So, jetzt aber nochmal: Viel Spass dabei und Luv, Aca. Statt der Figuren zog ich ein Messer aus der Tasche. Fortunats Weg kreuzt den des Malers Albert. Fogg erkennt seine Liebe zu Aouda und willigt ein. Dieser befindet sich auf der Rückreise von Rom. […]

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