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Weinlese

Alt und jung und groß und klein
Kommt zu Fuß und kommt zu Wagen,
Alles eilt, dabei zu sein,
Und ein Jeder will was tragen.

Volle Körbe schleppt man her
Vor des Torkels braune Stufen,
Trauben werden goldig schwer
Eingestampft in hohe Kufen.

Groß und klein und jung und alt
Weiß die Freude kaum zu zügeln,
Alles jubelt, daß es schallt,
Widerhallt an allen Hügeln!

Mir auch mit den Augen lacht
Heute von den Mädchen eines,
Weil ich immer groß gedacht
Von dem edlen Gott des Weines.

Weil ich sein Getreuer war,
Der ihm freudig stets gehuldigt,
Weil mich seine Nymphenschar
Nie der Lässigkeit beschuldigt.

Lach, du Schöne, lach nur zu,
Schwing dich auf den Wagen munter,
Schürze dich und streife Schuh'
Und die Strümpfchen auch herunter!

Auf den Thyrsusstab Thyrsusstab gestützt
Schaut' ich dich heut Nacht im Traume,
Bis ans Knie hinauf bespritzt
Von dem süßen roten Schaume.

Einen guten Jahrgang muß
Diese Traubenlese bringen,
Und den Wein, wie mich dein Kuß,
Wird des Feuers Kraft durchdringen!

Quelle:
Jahreszeiten
Ausgewählte Gedichte - Hermann von Lingg - 1905
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH
 

Data News

Glanz der Sonne.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Ich hab mich dir so ganz ergeben und bin mit Leib und Seele dein, du meines Lebens wahres Leben, du meines Daseins tiefstes Sein! Wie sich der Mond sein mild Gefunkel vom goldnen Glanz der Sonne leiht, so fällt in meiner Seele Dunkel der Schimmer deiner Herrlichkeit! Denn was dereinst mit süßem Beben durch meines Busens Tiefen drang, vermocht ich Worte nicht zu geben da sah ich dich, und sieh! - ich sang! Was in geheimnisvoller Stille in meines Herzens Garten sproß, verborgen lag's in duft'ger Hülle, bis es sich deinem Licht erschloß! Die Sonne brütete, der Doktor schwitzte. Sein Blick fiel auf den kleinen Teiwaz, er hob den Krüppel hoch und sagte: Er wird ein Epileptiker. Für jeden Geflohenen und Unerreichbaren dankte er Gott im Stillen. Das Geheul derjenigen, die sich noch fürchteten, verband sich mit dem Fluchen der bereits Geimpften. Als er zum vierten der kleinen, blaugetünchten Häuschen gelangt war, gab er dem Polizisten einen Wink, nicht mehr eifrig zu suchen. Müde und vollends verwirrt ließ er sich in Mendels Stube mit einem schweren Stöhnen auf die Bank nieder und verlangte ein Glas Wasser. Immer stärker schwoll das Geschrei, je weiter der Doktor ging. Es wehte vor seinen Schritten einher. Aber ich könnte ihn vielleicht gesund machen. Angst goß er in des Vaters Herz. Alle Kinder haben Fraisen, wandte die Mutter ein. Nicht weniger als hundertsechsundsiebzig Juden hatte er zu impfen. Ihm entgegen scholl das Wehklagen der Frauen und das Heulen der Kinder, die sich nicht hatten verbergen können. Es ist Leben in seinen Augen. Das ist es nicht, bestimmte der Doktor. Der Polizist holte Frauen und Kinder aus tiefen Kellern und von hohen Dachböden, aus kleinen Kämmerchen und großen Strohkörben. Andere weitabgelegene Außenposten sind in so entfernten Plätzen errichtet worden wie Sikkim am Fuße des Himalaja, auf den Lofoten im Herzen Nordeuropas. […]

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Bedarfst du nach wie vor des Ruh 'i kulyan?.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Ja. Willst du mich noch zu ihm anführen? Sicherlich, Emir. Hier habe ich dir Essen und Getränk gebracht. Nun gleichwohl wird es nicht ausreichen für mehrere und den Köter. Sie trug einen großen Binsenkorb, der voll bepackt war. Es hätten fünf Männer sich satt speisen können. Ärger dich gar nicht, du Gute, erwiederte meine Wenigkeit; es reicht für mehr als für uns. Du und Madana, ihr zwei sollt auch mit zulangen. Regent, unsereins sind Frauen! In meinem Vaterlande werden die Frauen gewiss nicht geächtet. Bei uns sind sie die Zierde und der Stolz des Hauses und nehmen beim Mahle den Ehrenplatz ein. O, Emir, wie happy sind eure Frauen! Aber sie müssen mit Schaufeln tafeln! fiel die Petersilie in sehr mitleidigem Tone ein. Das sind keine Schaufeln, sondern kleine, zierliche Werkzeuge von schönem Metall, mit denen es sich ganz meisterlich und bislang außerordentlich appetitlicher speisen läßt, wie mit den nackten Fingern. Wer bei uns sich während des Essens die Hände mit Speise besudelt, der gilt die vornehmste Sorge Josephs richtete sich fortan auf die Heranbildung eines staatstreuen Klerus, das Unterrichtswesen überhaupt erhielt eine den Staatszwecken ausschließlich dienende Richtung. Ähnliche Schwankungen zeigten Josephs Verordnungen über die Bücherzensur und Pressfreiheit; Schillers »Räuber« und die deutsche Übersetzung von Voltaires Schriften blieben verboten. Zu den neuen Diözesaneinteilungen in Österreich gewann J. schließlich die Einwilligung der römischen Kurie, als er den Besuch des Papstes schon 1783 unerwartet in Rom erwidert hatte und nun dafür sorgte, dass der Bruch mit Rom nicht allzu tief und nachhaltig werde. So wurde die Todesstrafe erst aufgehoben und in solche Strafen verwandelt, die, wie Schiffziehen und Gassenkehren, die öffentliche Meinung gegen sich hatten; bald aber führte eine neue Ordonnanz die Todesstrafe wieder ein. 1781. In bezug auf Josephs Reformen im Justizwesen zeigte sich der unruhige Geist und der stets wachsende Widerspruch der Verordnungen besonders nachteilig. Das kirchliche Territorialsystem aber, das J. gegründet hatte, vermochten die deutschen Bischöfe nicht zu erschüttern. […]

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