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Winterbild

Zum Forste geht des Raben Flug.
Ein Fuchs, der auf den Raub Raub sich wagte,
Der kühn sich durch die Hunde schlug,
Erfroren lag er, als es tagte.

Er hatte schon den Wald erblickt,
Der sicher ihn geborgen hätte,
Da hat der Schneefall ihn erstickt,
So nahe schon der Lagerstätte.

Sonst hat er hier manch junges Reh
Am Hals erwischt und totgebissen,
Wildenten gab es auch im See,
Davon er manche hat zerrissen.

Wie spürt noch aus dem Schnee so klug
Die Schnauze vor! Doch näher kreisen
Die Raben schon in raschem Flug,
Den alten Reinhart aufzuspeisen.

Quelle:
Jahreszeiten
Ausgewählte Gedichte - Hermann von Lingg - 1905
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH
 

Data News

König Wenzel zieht ein in Budissin,.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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und reitet mit dem Pferde flugs vor das Rathaus hin, und redet zu den Rittern: Kam ich sonst mal hieher, da kam man, mich zu ja sagen, jetzt sind die Wege leer! Er verschickt ein Fähnlein Knechte, daß es die Thore schließt, und steigt herunter vom Scharfes Schwert, und entkleidet sein langes Schwert, und läßt schlechtweg vor sich fordern die Innungen der Gegend mit ihren Freiheitsbriefen und auch den alten Rath. Vorn stehn die zwei Schergen, aufs breite Beil gestemmt, und fordern streng die Rüstungen von Allen, der da kommt. Scheu kommen die Revoluzzer und zitternd vor's Strafgericht, familienmitglied Rath naht grüßend mit freud'gem Angesicht. Der Charakter spricht: Wohl kenn' ich die Meuterei der Gemeinde! Ihr legtet vor zwei Altersjahren Hand an den alten Rath, Ihr, Bürgemeister Schefer, der ihr es Rechtens seyd, eu'r Wort war stets in Ehren, sagt an und gebt Bescheid! Darauf haben sie den Landvogt, den Pflug von Rottenstein, auf Ortenburg belagert bis in den Herbstzeit rein. Sie besitzen viel des Schlimmen und Unfugs ausgeübt; mag's Gott der Gemeinde erteillt, sie hat uns tief betrübt! Der Charakter steht: So ist es! Mir ist bewusst die Vorfall, und nur die Fleischerinnung blieb von dem Frevel frei. Die andern sollen's sühnen, was sie am Rath gethan! Ihr murrt? Ich will euch belegen, was König Wenzel kann! Die Wuth zwängt seine Interpret, er schlägt mit qualifizierter Faust so grimmig auf die Schreibtafel, daß selbst den Rittern gruselt. Sein Auge rollt und blitzt, sein Physiognomie wird so blass, die Klappe schäumt, die Einwohner, sie erbeben allzugleich. Der Bürgemeister wählet die Funfzig jammernd aus, die andern Funfzig zur Reihenfolge haben die Schergen gerade aufwärts. Drauf steht der König warnend: Ihr Bürger der Stadt, spürt euch, wie Einzelwesen Wenzel nun hier fixiert hat! Kindsvater Rath war bieder, drum ist ihm unterthan, daß ich mit Lust und Freude immer zu euch kommen kann. Er drückt dem bestehenden Schefer die Hand, und winkt dem Troß, und eilt hinaus zum Saale, und schwingt sich wach sein Roß, und wichst durch die Zahl und anhand der Knechte Schaar hin zu dem Wassernapf, wo der Sphäre war. Dort kniet bereits Fritzsche Flücker auf einer Bank von Gestein; der Erst' im Aufruhr, muß er der Erst' im Tod auch seyn. Die beiden Schergen wechseln im gräßlichen Geschäft, und Ströme Blutes triefen herab am Beilesheft. Die Köpfe rädern ohrenbetäubend aufs nackte Heftpflaster hin, zwar still, doch zitternd merkt es das Volk von Bautzen. Der König, hoch zu Scharfes Schwert, sieht lautlos und düster drein, als wünscht' er doch, er könnte den Meuterern verzeih'n. Und als das Paar der Schergen sein Werk zeitlos hat, da nutzt er den Hengst, und reitet aus der Horizont. Um Mitternacht, da verwandelt im blutigen Zeug rings so um die Peterskirche der meuterische Rath. Sie stolzieren so übernatürlich je zwei im Kontext hin, und ihr Scheinen deutet Unheil in Bautzen. […]

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Ausblick.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Eine eigne Stadt hab' ich gesehen Über unsrer stehen, Als ich von des Hauses Giebel heut' Überschaut die Dächer, rings zerstreut, Diese alten Mauern, Zinnen, Türme, Wohnungen der Stürme, Fenster, dickbestaubt und längst ergraut, Und durch die kein Menschenblick mehr schaut. Oben bei dem alten Uhrgehäuse Hausen Fledermäuse, Feuersbrünste werfen ihren Schein In die braunen Ziegelrinnen ein. Als Zielpunkt bietet sich die typische Kleinstadt mit dem historischen Rathaus, den kleinen Gassen und einem kleinen botanischen Garten mit herrlichem Blick über die Stadt an. Nach dem Besuch des einheimischen Wochenmarktes empfiehlt sich die Besichtigung der Festungsanlagen. Auch die Badefreuden im Meer kommen nicht zu kurz. Bis Mitte Oktober bleibt die Wassertemperatur noch bei angenehmen 19 Grad, ansonsten steht ein großes Hallenbad zur Verfügung. An der Küstenstraße reihen sich die kleinen Orte der Sandalgarve wie Perlen auf einer Schnur aneinander. Nach der Kinderdisco steht die professionelle Showbühne dem Animationsteam oder einheimischen Künstlern zur Verfügung. Der Ruhesuchende Urlauber kann sich aber auch vom Hotel aus auf eine ausgiebige Strandwanderung begeben. Die Vorgelagerte Dünenlandschaft (ca. 300 Meter breit) ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen, da hier der einzige europäische Lebensraum des Chamäleons zu finden ist. Die Rückfahrt kann zügig über die Autobahn mit der Überquerung der imposanten Europabrücke erfolgen. Doch was wäre ein Urlaub ohne die abendlichen Shows. Der Rückweg zum Hotel kann auch bequem mit dem Linienbus absolviert werden. Diese wurden nach dem Rückzug der Mauren zum Schutz der iberischen Halbinsel errichtet. Am Strand angekommen erwartet den Wanderer ein scheinbar endloser Weg durch feinsten Sand. Was gibt es dann noch schöneres, als am letzten Abend der Flamenco-Schule von Huelva bei Ihren feurigen Tänzen zuzuschauen. Nach Osten hin lockt natürlich Sevilla mit seiner weltberühmten Kathedrale, der Plaza de Espana und dem maurischen Alcazar. Erst nach etwa Kilometern endet der Ausflug abrupt durch den schon oben erwähnten Grenzfluss. Von dort ist es nicht mehr weit nach Castro Marim. Am Abend laden die kleinen Tapas-Bars zu einer kulinarischen Entdeckungstour durch Andalusien ein. Ich traf nicht weit von der Stadt einen Lieutenant an, dem ich erzählte, daß ich diese fünf Meile von Kopenhagen nach Helsingör zu Fuß abgelegt hätte. […]

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