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An meine pompejanische Lampe

Werd' ich von dir mich müssen scheiden,
Trauliche Leuchte, holdes Licht?
Wie mild dein Glanz in meine Leiden
Versöhnung bringt und ruhig spricht:
Verzage nicht!

Ich will mit frischem Öl dich netzen:
Es quillt ein Schlummer aus dem Mohn.
Was könnte mir dein Licht ersetzen?
Es leuchtet mir zum Helikon
Aus dunklem Thon.

Wenn heim der Wandrer vom Vesuve
Dich Totenlampe mitgebracht,
So war's war's zum freundlichen Berufe,
Daß du ihm leuchtest neuentfacht
In stiller Nacht.

Gedenkst du auch noch deines Hauses?
Aus einer Marmorlarve sprang
Ein Brunnen fröhlichen Gebrauses
Und rauschte schöne Nächte lang
Im Säulengang.

Erinnerst du dich noch des Alten
Vor Rollen in dem Schlafgemach,
Der sorglich dich emporgehalten,
Die Siegel auf dem Brief erbrach
Und Griechisch sprach?

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Trauliche Leuchte im Schnee könnte mir dein Licht ersetzen in stiller Nacht 0281

 

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